Veganes WM-Kochen 2014: Griechenland - Auberginen-Gemüse mit Kritharaki-Nudelsalat

Die Griechen haben ihr WM-Auftaktspiel gegen Kolumbien gestern leider verloren. Dieses Gericht spendet vielleicht ein bisschen Trost. In der Pfanne gebratene Auberginen und Tomaten werden mit aromatischen Gewürzen verfeinert und mit einem lauwarmen Kritharaki-Nudelsalat garniert serviert. 

Übrigens: Wer bei der griechischen Küche auf keinen Fall auf Feta-Käse verzichten möchte, findet im Bio-Markt vegane Alternativen, die geschmacklich nah ran kommen.


Zutaten

Für das Auberginen-Gemüse:

1 große Aubergine
3 frische Tomaten
200 ml passierte Tomaten
1 TL Thymian
1 Lorbeerblatt
Salz & Pfeffer

Für den Kritharaki-Nudelsalat:

180 g Kritharaki (griechische Nudelsorte)
Salzwasser zum Kochen
2 Tomaten
1/2 Schlangengurke
1 Handvoll bunte Minipaprika oder je 1/2 gelbe und rote Paprika
1 Handvoll schwarze Oliven
Olivenöl
Salz & Pfeffer


Zubereitung

Zunächst die Aubergine in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese großzügig mit Salz bestreuen und mind. eine halbe Stunde stehen lassen, damit die Bitterstoffe herausgezogen werden und die Aubergine ihr volles Aroma entfalten kann. Danach das Salz und die Flüssigkeit mit einem Küchenpapier von der Oberfläche abtupfen.

Die Scheiben in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit viel Olivenöl ca. 10 Minuten lang von allen Seiten gut anbraten. Danach die drei Tomaten stückeln und mit den pürierten Tomaten sowie den Gewürzen dazu geben. Weitere 15 - 20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.

In einem Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Kritharaki-Nudeln darin laut Packungsanweisung garen. Meine dauerten etwa 13 Minuten.

In der Zwischenzeit die restlichen Tomaten in Scheiben schneiden, die Gurke würfeln und die Paprika zerkleinern. Oliven aus dem Glas abtropfen lassen. 

Die fertigen Nudeln abgießen und mit dem Gemüse sowie etwas Olivenöl vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Auberginen-Gemüse auf einem Teller anrichten und den lauwarmen Salat darauf verteilen.

Bon Appétit! 

Veganes WM-Kochen 2014: Niederlande - Fritten mit Joppiesaus

Weiter geht's mit dem WM-Kochen. Diesmal führt es uns mit den Niederlanden in Gruppe B. Ich bin mir sicher, dass es bei den Nachbarn ganz tolle und außergewöhnliche Gerichte gibt. Als erstes denken muss ich bei der holländischen Küche allerdings an Fritten mit Joppiesaus. Da sich diese auch hervorragend beim Fußballgucken snacken lassen, bilden sie den heutigen Beitrag.



Zutaten

Für die Fritten:

ca. 6 große Kartoffeln
etwas Olivenöl
viel Salz

Für die Joppiesaus:

1 kleine Zwiebel
6 EL vegane Mayonaise*
2 TL Ketchup in Bioqualität
1/2 TL Senf
1 TL Currypulver
Salz

* Vegane Mayonaise könnt ihr entweder fertig kaufen, oder ganz schnell selbst machen. Dafür mixt ihr einfach 50 ml kalte Sojamilch, 100 ml Rapsöl und 1/2 TL Zitronensaft mit dem Pürierstab ca. 30 Sekunden gut durch. Danach mit ca. 1/2 TL scharfem Senf, Salz und ggf. etwas Zucker abschmecken. Das tolle Rezept stammt von Laubfresser.


Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, in ca. 1 cm dicke Scheiben und diese dann in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Eine große Schüssel mit leicht gesalzenem Wasser befüllen und die Pommes darin mindestens eine halbe Stunde schwimmen lassen.

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Kartoffelstreifen aus dem Wasser nehmen, gut abtrocknen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten. Mit etwas Olivenöl beträufeln und salzen. Für 45 - 60 Minuten in den Ofen geben. Wenn sie von außen leicht kross und an den Enden dunkler werden, sind die Fritten fertig.

In der Zwischenzeit die Joppiesaus zubereiten. Dafür die Zwiebel sehr fein (!) hacken. Ggf. die Mayo mixen. In einer kleinen Schale alle Zutaten für die Sauce verrühren und abschmecken. 

Wenn die Pommes fertig sind, alle nochmal in eine große Schüssel geben und ordentlich nachsalzen. In zwei Portionen aufteilen und mit der Joppiesaus und nach Belieben Ketchup und/ oder dem Rest Mayonnaise servieren.

Lässt sich prima vor dem Fernseher essen. ;)

Bon Appétit! 


Veganes WM-Kochen 2014: Brasilien - Feijoada mit Salat und Orangen-Reis


Na, seid ihr schon im Fußball-Fieber? Heute geht es lohooos! Und um die Weltmeisterschaft im wahrsten Sinne des Wortes voll auszukosten, möchte ich ein WM-Kochen veranstalten. Natürlich vegan! Das heißt: In den nächsten vier Wochen geht es hier auf Mangerella ziemlich international zu. Geplant ist, mindestens zwei landestypische Gerichte pro Teilnehmergruppe zu kochen und zu präsentieren. Wenn ihr Lust habt, macht doch einfach mit und verlinkt eure Rezepte in den Kommentaren! Angepfiffen wird heute mit dem Gastgeber-Land: Brasilien!


Für Brasilien habe ich das Gericht Feijoada ausgewählt - was eigentlich alles andere als vegan ist. Normalerweise wird der Bohneneintopf mit Tonnen von Fleisch aufgefüllt. Das muss aber nicht sein! In diesem Rezept habe ich statt dessen knackige Champignon verwendet.

Zutaten

Für die Feijoada:

1 Zwiebel
1 Dose Kidneybohnen
1 großzügige Handvoll Champignons
1 Spritzer Balsamico-Essig (oder Rotwein)
200 ml Gemüsebrühe
1 Messerspitze Cayennepfeffer
1/4 TL Paprikapulver
1 Lorbeerblatt
Salz & Pfeffer
etwas Öl zum Anbraten

Für den Orangenreis:

1/2 Tasse weißen Reis
1 Tasse Wasser
1/4 TL Salz
Saft einer Orange

Sonst noch:

1-2 feste Banane(n)
1/4 TL Currypulver
1/4 TL Paprikapulver
etwas Cayennepfeffer
grünen Salat nach Belieben


Zubereitung

Die Zwiebel fein hacken und in etwas Öl in einem mittelgroßen Topf anbraten, bis sie glasig wird. Die Kidneybohnen gut abtropfen lassen und in den Topf geben. Kurz mitbraten und dann mit einem großzügigen Spritzer Balsamico-Essig (oder Rotwein) ablöschen. Mit Gemüsebrühe auffüllen, die Gewürze und das Lorbeerblatt dazugeben und bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 30 Minuten leicht köcheln lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.

In einem anderen Topf den Reis mit dem Salz-Wasser aufkochen und je nach Reissorte gar kochen. Bei Basmatireis dauert es ca. 10 -15 Minuten. Auch hier zwischendurch umrühren. Kurz vor Ende der Garzeit den Orangensaft unterheben.

Die Pilze putzen und klein schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und sie darin ca. 10 Minuten lang knackig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit den Salat gründlich waschen und klein schnippeln. Die Banane schälen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden.

Kurz bevor der Bohnentopf fertig ist, die Pilze unterrühren. In der Pilzpfanne könnt ihr jetzt noch schnell die Bananen mit dem Curry- und Paprikapulver, Cayennepfeffer und etwas Öl anbraten. 

Zum Schluss alles nebeneinander auf einem Teller anrichten und mit einer Orangenscheibe  und den gebratenen Bananen garnieren.

Bon Appétit! 


Weiter geht es bald mit einem Kandidaten aus Gruppe B! 

Dinkelflammkuchen mit grünem Spargel, Zucchini und Babyspinat

Die Spargelsaison neigt sich leider schon wieder dem Ende zu. Mit diesem schnellen Flammkuchen könnt ihr die leckeren Stängel noch einmal richtig feiern und gleichzeitig die eine weitere saisonale Zutat auf dem Teller begrüßen: Frischen Spinat.


Zutaten

Für den Teig:

200 g Dinkelmehl
1 EL Olivenöl
110 ml Wasser
etwas Salz

Für den Belag:

250 g grüner Spargel
2 Hände voll Babyspinat
1/2 Zucchini
einige schwarze Oliven
100 g veganer Sauerrahm
Salz und schwarzen Pfeffer


Zubereitung

Alle Zutaten für den Teig in einer großen Schüssel gut mit den Händen verkneten bis eine glatte, einheitlich Masse entsteht.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Das Gemüse waschen. Vom Spargel die unteren Enden entfernen. Die Zucchini halbieren und in Scheiben schneiden.

Den Teig dünn ausrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit dem Sauerrahm bestreichen. Das Gemüse darauf verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Im Ofen für ca. 10 - 15 Minuten backen, bis der Boden schön kross ist. Warm oder kalt genießen.

Bon Appétit!


Indisches Auberginencurry

Indische Currys sind für mich das beste Soul-Food überhaupt. Nichts Essbares macht glücklicher! Falls ihr also schlechte Laune oder bei den sommerlichen Temperaturen einfach Lust auf Urlaubsfeeling auf dem Teller habt, kann ich das Nachkochen dieses Gerichtes wärmsten empfehlen!


Zutaten

1 große Aubergine
2 Dosen gestückelte Tomaten
1 Handvoll frische Korianderblätter
etwas Öl zum Anbraten
Salz & Pfeffer

Gewürzmischung:

1/2 TL helle Senfkörner
1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL Chiliflocken (je nach Schärfegrad und Geschmack mehr oder weniger)
1 TL Garam Masala
1 TL Koriander gemahlen
2 EL Tomatenmark
ca. 3 - 4 EL Wasser

Zubereitung

Die Aubergine zunächst in ca. 1 cm dicke Schnieben schneiden, mit viel Salz bestreuen und eine halbe Stunde ziehen lassen. So werden die Bitterstoffe rausgezogen. Danach die Flüssigkeit, die sich auf den Scheiben gebildet hat sowie das überschüssige Salz mit einem Küchenpapier abtupfen. Die Auberginen in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.

In einer tiefen Pfanne etwas Öl erhitzen und die Auberginen darin ca. 10 - 15 Minuten anbraten, bis sie weich werden. Im Anschluss die Inhalte beider Dosen Tomaten hinzufügen und gut umrühren. Etwas salzen und alles noch etwa 10 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Senfkörner und den Kreuzkümmel in einer kleinen Pfanne ohne Fett erhitzen, bis sie anfangen zu duften. Dann zusammen mit dem Chili, Garam Masala und gemahlenem Koriander in einen Mörser geben und alles gut zerstoßen / vermengen. Die Mischung zurück in die Pfanne geben, nochmal heiß werden lassen und Tomatenmark plus Wasser hinzufügen. Gut umrühren, bis eine homogene Paste entsteht.



2 - 3 Minuten vor Ende der Kochzeit der Auberginen-Tomaten-Pfanne die Gewürzmischung dazugeben und gut unterrühren. Ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischem Koriander garniert servieren und genießen.

Bon Appétit!

P.S.: Die Laune schon beim Kochen steigern kann das neue Album 48:13 von Kasabian, das ihr zurzeit hier kostenlos streamen könnt. :)