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Indische Kohlpfanne mit Fladenbrot und Yoghurt-Dip

Die Kohl-Saison läuft in vollem Gange. Deshalb dürft ihr euch in der nächsten Zeit hier auf einige Rezepte damit freuen. Oder auch nicht freuen, am Kohl scheiden sich ja oft die Geister oder besser die Geschmäcker. Für alle, die bei Weißkohl an Sauerkraut und Co. denken und denen sich dabei (wie mir) sofort die Nackenhärchen kräuseln, habe ich allerdings ein paar außergewöhnlichere Rezepte vorbereitet, die vielleicht auch ausgeprägte "Kohlhasser" überzeugen.

Die heutigen Rezepte stammen aus dem Kochbuch "Indiens vegetarische Küche" von Minosha Bharadwaj. Dieses steht bereits seit einigen Jahren in meinem Regal, wurde damals voller Begeisterung gekauft und dann irgendwie doch nicht so richtig beachtet. Vielleicht kennt ihr das auch? Jedenfalls habe ich den Machern definitiv unrecht getan. Das Gericht bandhkophir chorchori (Kohl mit Fünf-Gewürze-Mischung und Ingwer) schmeckt richtig lecker und erinnert garantiert nicht am entferntesten an Sauerkraut. Dazu gab es koki, Fladenbrote nach Sindhi-Art, und Sojayogurt zum Dippen.


Zutaten

Für das Kohlgericht bandhkophir chorchori (für 4 Personen)

1 TL schwarze Senfsamen
2 TL grob gerieber Ingwer
4 getrocknete rote Chilis, ohne Samen, eingeweicht in Wasser
3 EL Rapsöl (Originalrezept: Sonnenblumenöl)
1 Zwiebel
300 g Weißkohl (Rotkohl oder Blumenkohl gehen auch)
Salz
2 TL der Gewürzmischung (s.u.)
Zusätzlich (nicht im Original-Rezept): 1 Handvoll TK-Erbsen & 1 Handvoll Rosinen

Für die Gewürzmischung panchphoran

je 1/8 TL Kreuzkümmel, Fenchelsamen, Bockshornkleesamen, Schwarze Senfsamen & Schwarzkümmel

Für das Fladenbrot koki (ergibt ca. 8 Stück)

300 g Dinkelvollkornmehl (Originalrezept: Vollkornmehl)
1 Zwiebel
2 grüne Chilis
1 TL Koriander, gemahlen (Originalrezept: 1 Handvoll frischer Koriander)
1/2 TL Salz
4 EL Sonnenblumenöl


Zubereitung

Für die Fladenbrote zunächst die Zwiebel und Chilis fein hacken. Mit Mehl und Koriander in einer großen Schüssel vermengen. Salz und 2 EL Öl dazugeben und mit ausreichend lauwarmem Wasser zu einem festen Teig verkneten. Fünf Minuten ruhen lassen, dann acht gleich große Kugeln formen. Diese auf einer bemehlten Fläche zu Kreisen mit einem Durchmesser von etwa 8 cm ausrollen. Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Fladen darin von jeder Seite knusprig anbraten.

Für das Kohlgericht zunächst Senfsamen, Ingwer und Chilis mit 5 EL Wasser zu einer Paste pürieren.

Die Zwiebel fein hacken. Den Kohl vierteln und in feine Streifen schneiden. Zwei EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb anbraten. Den Kohl, die Erbsen und Rosinen dazu geben und einige Minuten auf kleinerer Flamme ziehen lassen, bis die Erbsen gar sind. Die Gewürzpaste einrühren und salzen.

In einer weiteren kleinen Pfanne oder einem Topf das restliche Öl erhitzen. Die Gewürzmischung panchphoran darin rösten, bis es zu zischen beginnt. Über den Kohl geben und gut mischen.

Das Kohlgericht mit Fladenbrot und etwas (am besten ungezuckertem) Sojayogurt servieren.

Bon Appétit!


Die Originalrezepte findet ihr im Kochbuch "Indiens vegetarische Küche" von Minosha Bharadwaj, erschienen im Christian Verlag, München, 3. Auflage von 2008 auf S. 76 und S. 148.

PS: Weitere Rezepte aus der indischen Küche findet ihr hier.

Indisches Blumenkohl-Curry mit Reis

Es ist mal wieder Zeit für ein indisch inspiriertes Curry. Mindestens ein Mal im Monat muss das sein. Entweder im Restaurant (die meisten indischen Restaurants kennen sich mit der veganen Küche aus und bieten - auf Anfrage - entsprechende Gerichte an) oder zuhause. Wenn die aromatischen Gewürze ihren Duft verbreiten, kann das nur die Laune heben. Und an trüben Herbsttagen kommt Farbe auf den Tisch!

In diesem Rezept spielt Blumenkohl die Hauptrolle. Zusammen mit Kartoffeln wird er in der würzigen Tomatensauce gekocht und mit frischem Koriander serviert. Dazu passt wie hier Basmatireis oder auch Fladenbrot.


Zutaten

1 kleine Zwiebel
2-3 EL Rapsöl
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Kurkuma
1/2 TL Chiliflocken
2 TL Koriander gemahlen
1 Daumengroßes Stück Ingwer
Salz & Pfeffer

3 größere Kartoffeln
1 kleiner Blumenkohl
200 ml passierte Tomaten
etwas Wasser

1 Handvoll frischer Koriander

1/2 Tasse Basmatireis
1 Tasse Wasser
Salz
3-4 Kardamomkapseln


Zubereitung

Die Zwiebel fein hacken und in dem Rapsöl in einer großen tiefen Pfanne glasig dünsten. Den Ingwer fein reiben. Mit den Gewürzen zu den Zwiebeln geben und rühren, bis sich das Aroma verbreitet.

Die Kartoffeln schälen und würfeln. Mit in die Pfanne geben, salzen und etwa 10 Minuten braten.

Den Blumenkohl waschen und in kleine Röschen teilen. Ebenfalls in die Pfanne geben und gut umrühren. Dann mit den passierten Tomaten ablöschen. Es sollte alles mit Flüssigkeit bedeckt sein. Ggf. etwas Wasser hinzufügen. Das Ganze mit Deckel etwa 20 - 25 Minuten garen lassen. Zwischendurch öfter umrühren.

Den Reis in der doppelten Menge Wasser aufkochen, salzen und 10 Minuten köcheln lassen. Die Kardamomkapseln unterheben. Danach die Hitze runter schalten, den Topf mit einem Küchenhandtuch und dem Deckel abdecken und den Reis noch etwas dampfen lassen.

Den Koriander klein hacken.

Wenn der Blumenkohl weich genug und die Kartoffeln gar sind, das Curry mit Salz, Chili und Pfeffer abschmecken und mit Koriander garniert servieren.

Bon Appétit!

Indisches Kartoffel-Erbsen-Curry

Es ist mal wieder Zeit für ein indisches Curry-Rezept auf Mangerella. Zusammen mit Reis schmeckt es im Sommer aber auch zu gut. Ok, im Winter eigentlich auch. Und im Frühling. Und im Herbst. Habe ich erwähnt, dass ich indisches Essen mag? Los geht's.


Zutaten

ca. 3-4 mittelgroße Kartoffeln
Rapsöl zum Anbraten

1/2 TL Senfkörner
1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
1/4 TL Kurkuma
1 TL Chiliflocken
1 TL Koriander gemahlen
2 Kardamom-Kapseln
Salz

1 Dose gestückelte Tomaten (400 ml)
200 ml Wasser
1 Handvoll TK-Erbsen

ca. 2 EL Sojasahne

1 Tasse Basmatireis
2 Tassen Wasser
1 TL Salz
3 Kardamom-Kapseln


Zubereitung

Bei der Zubereitung von Kartoffeln für Currys bin ich immer etwas heikel. Wenn sie roh in das Masse kommen, dauert es mir einfach immer zu lange, bis sie gar sind. Deswegen koche ich sie immer kurz vor. Das könnt ihr beim Nachkochen gerne anders halten und einfach die Kochzeit verlängern.

Die Kartoffeln schälen und würfeln. Etwas gesalzenes Wasser aufkochen und die Kartoffeln darin 10 Minuten garen.

Den Reis in der doppelten Menge Wasser aufkochen, salzen und den Kardamom dazu geben. 10 Minuten bei mittlerer Hitze auf dem Herd lassen, bis das Wasser verkocht ist. Danach den Topf mit einem Tuch und dem Deckel abdecken und das Ganze auf Stufe 1 dampfen lassen, bis das Curry fertig ist, mindestens aber 10 Minuten. 

Die Senfkörner und den Kreuzkümmel in einer großen Pfanne erhitzen, bis sie ihr Aroma verbreiten und die Senfkörner anfangen zu hüpfen. Etwas Rapsöl dazu tun und die Kartoffeln sowie die restlichen Gewürze darin schwenken bis sich alles gut vermischt. Mit den Tomaten und Wasser ablöschen, gut umrühren und alles 20 Minuten köcheln lassen. Dann die Erbsen dazu geben und weitere 5 bis 10 Minuten kochen, bis sich die Tomaten gut mit dem Wasser verbunden haben. Zum Schluss die Sojasahne einrühren und mit Salz abschmecken. Dazu passt gut noch etwas frischer Koriander.

Bon Appétit! 


Indisches Linsen-Spinat-Curry

Wie sehr ich indisches Essen liebe, habe ich ja schon hier und hier verraten. Dieses Linsen- und Spinat-Curry ist eins der wenigen Gerichte, das ich immer und immer wieder koche. Man braucht (bis auf die Gewürze, die ich immer da habe) nur ein paar Zutaten, hat wenig Aufwand bei der Zubereitung und wird mit einem wunderbar leckeren Ergebnis belohnt. Nachkochen unbedingt empfohlen!


Zutaten (für 3-4 Portionen)

1 Zwiebel
etwas Erdnussöl, Kokosöl oder neutrales Pflanzenöl
1/2 Tasse schwarze Beluga Linsen
1 Dose gestückelte Tomaten
1 Dose Kokosmilch
1 große Handvoll TK-Spinat (oder frischen Babyspinat)
Salz & Pfeffer
Frischen Koriander und etwas Sojayogurt 

Für die Gewürzpaste

1/2 TL Senfsaat
1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL Chiliflocken
1 TL Koriander gemahlen
2 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
1/4 TL Ingwer gemahlen

ca. 2 EL Tomatenmark
1 EL Erdnussöl (oder neutrales Pflanzenöl)
2-3 EL Wasser


Zubereitung

Die Zwiebel fein hacken und in einer großen Pfanne in etwas Öl anschwitzen. Die Linsen abspülen und dazu geben. Mit den gestückelten Tomaten und der Kokosmilch ablöschen, gut umrühren, salzen und pfeffern. Einmal aufkochen und dann 25-30 Minuten bei schwacher bis mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Etwa 8 Minuten vor Ende der Kochzeit den Spinat einrühren. Falls die Flüssigkeit zu wenig wird, etwas Wasser dazu geben.

In der Zwischenzeit für die Gewürzmischung die Senfsaat und den Kreuzkümmel in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten, bis der Senf anfängt zu hüpfen und sich das Aroma verbreitet. Vom Herd nehmen und gemeinsam mit den anderen Gewürzen in einen Mörser geben und alles gut zerkleinern und vermischen. Achtet bei der Menge an Chili auf eurer persönliches Schärfeempfinden! 

Danach kommt die Gewürzmischung wieder in die kleine Pfanne und wird nochmals kurz erhitzt. Dann mit dem Tomatenmark, Öl und etwas Wasser zu einer homogene Paste verrühren. Diese wird nach Ende der Kochzeit des Gemüses sorgfältig in die große Pfanne eingerührt. Das Curry für 2-3 Minuten mit einem Deckel abdecken und die Gewürze kurz einwirken lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Zum Schluss mit frischem Koriander und ggf. etwas Sojayogurt servieren. Dazu passt auch Reis, Hirse oder indisches Fladenbrot.

Bon Appétit!

Indisches Auberginencurry

Indische Currys sind für mich das beste Soul-Food überhaupt. Nichts Essbares macht glücklicher! Falls ihr also schlechte Laune oder bei den sommerlichen Temperaturen einfach Lust auf Urlaubsfeeling auf dem Teller habt, kann ich das Nachkochen dieses Gerichtes wärmsten empfehlen!


Zutaten

1 große Aubergine
2 Dosen gestückelte Tomaten
1 Handvoll frische Korianderblätter
etwas Öl zum Anbraten
Salz & Pfeffer

Gewürzmischung:

1/2 TL helle Senfkörner
1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL Chiliflocken (je nach Schärfegrad und Geschmack mehr oder weniger)
1 TL Garam Masala
1 TL Koriander gemahlen
2 EL Tomatenmark
ca. 3 - 4 EL Wasser

Zubereitung

Die Aubergine zunächst in ca. 1 cm dicke Schnieben schneiden, mit viel Salz bestreuen und eine halbe Stunde ziehen lassen. So werden die Bitterstoffe rausgezogen. Danach die Flüssigkeit, die sich auf den Scheiben gebildet hat sowie das überschüssige Salz mit einem Küchenpapier abtupfen. Die Auberginen in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.

In einer tiefen Pfanne etwas Öl erhitzen und die Auberginen darin ca. 10 - 15 Minuten anbraten, bis sie weich werden. Im Anschluss die Inhalte beider Dosen Tomaten hinzufügen und gut umrühren. Etwas salzen und alles noch etwa 10 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Senfkörner und den Kreuzkümmel in einer kleinen Pfanne ohne Fett erhitzen, bis sie anfangen zu duften. Dann zusammen mit dem Chili, Garam Masala und gemahlenem Koriander in einen Mörser geben und alles gut zerstoßen / vermengen. Die Mischung zurück in die Pfanne geben, nochmal heiß werden lassen und Tomatenmark plus Wasser hinzufügen. Gut umrühren, bis eine homogene Paste entsteht.



2 - 3 Minuten vor Ende der Kochzeit der Auberginen-Tomaten-Pfanne die Gewürzmischung dazugeben und gut unterrühren. Ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischem Koriander garniert servieren und genießen.

Bon Appétit!

P.S.: Die Laune schon beim Kochen steigern kann das neue Album 48:13 von Kasabian, das ihr zurzeit hier kostenlos streamen könnt. :)

Bhindi Masala: Okraschoten Curry (vegan)

Indisches Essen ist mein Soulfood schlechthin und die Gewürzmischung wärmt bei kaltem Wetter schön von innen auf. 



Zutaten:

1 Handvoll Okraschoten
2 große Tomaten*
1 Zwiebel
1 TL Ingwer, gemahlen
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 TL Koriander, gemahlen
1 TL Kurkuma
1/2 TL Bockshornklee, gemahlen
1/4 TL Cayennepfeffer
Frischer Koriander
Salz
125 g Basmatireis
Ein paar Kardamomkapseln

*Da ich noch eine offene Packung passierte Tomaten hatte, habe ich auf dem Bild statt dessen diese verwendet. 

Zubereitung: 

Den Basmatireis abspülen, in einen Topf geben, 250 ml Wasser und ca. 4-5 Kardamonkapseln dazu geben. Salzen und etwa 10 Minuten kochen, bis das Wasser verkocht ist. Nach der Zeit mit einem Trockentuch und einem Deckel abdecken und ziehen lassen, bis der Rest fertig ist.

In der Zwischenzeit die Okraschoten und Tomaten klein schneiden. Dann die Gewürze (außer das Salz) in eine Pfanne oder einen Topf geben und ohne Öl erhitzen, bis sie ihr Aroma entfalten. Sofort die Zwiebeln, Tomaten und Okraschoten hinzu geben und köcheln lassen. Nach ca. 10 Minuten kann man das Curry schon essen, wer mag kann es auch länger kochen lassen.

Mit dem Reis servieren und mit frischem Koriander betreuen. Bon Appetit!