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Farbenfroher Wintergemüse-Auflauf mit Kartoffelkruste

An trüben Wintertagen geht doch nichts über ein bisschen Farbe auf dem Teller. In diesem Auflauf kommen orange und gelbe Rüben, Grünkohl, Staudensellerie und knackige Erbsen so richtig zum Strahlen. Überbacken wird das Ganze mit einer knusprigen Kartoffelkruste. So macht sogar der nasskalte Winter Spaß.


Zutaten

4-5 Kartoffeln

Je 2 orange und gelbe Rüben
2 Stangen Staudensellerie
1 Handvoll TK-Erbsen
1 Handvoll gehackter Grünkohl

150 ml Hafersahne
1/4 TL Kurkuma

Salz & Pfeffer


Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in reichlich Salzwasser ca. 12 Minuten gar kochen.

In der Zwischenzeit die Rüben schälen und genauso wie den Sellerie in in Stücke schneiden. Den Grünkohl klein hacken. In einem weiteren Topf Salzwasser aufkochen und das Gemüse darin 10 Minuten lang garen. Die gefrorenen Erbsen etwa 3 Minuten vor Schluss dazu geben.

Die Hafersahne mit Kurkuma, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Kartoffeln bis auf ein wenig Restwasser abgießen und mit dem Stampfer zu einem festen Püree verarbeiten. Ggf. nachwürzen. Das Gemüse in eine Auflaufform geben und mit der Hafersahne vermischen. Dann das Kartoffelpüree glatt darauf verteilen. Im Ofen bei 200°C Ober- und Unterhitze 30 Minuten lang backen, bis die Oberfläche schön kross ist.

Bon Appétit!

Thanksgiving 2014: Veganer Rollbraten, viele Beilagen & Dinner Rolls

Manchmal habe ich Lust richtig lange in der Küche zu stehen und aufwendige Sachen zu kochen. Natürlich braucht man dazu eigentlich keinen Anlass. Da gestern in den USA Thanksgiving gefeiert wurde, hatte ich aber immerhin ein Motto. Ich finde, das Fest in ein toller Start in die besinnliche und ruhige Jahreszeit im Dezember: Es erinnert daran, wie dankbar wir sein sollten auf dieser Welt leben zu dürfen, inkl. aller Ressourcen, mit denen wir sorgsam umgehen sollten.

Auf den Tisch kam zu diesem Anlass bei uns natürlich kein Truthahn. Stattdessen bildete den Mittelpunkt des Dinners ein veganer Rollbraten aus Linsen und Champignons, gefüllt mit Süßkartoffelpüree und angerichtet mit Preiselbeersauce. Dazu gab es ein Bohnen-Cassoulet, Reis mit Kürbis und Äpfeln, karamellisierte Möhren und herrlich luftige Diner Rolls. Vielleicht findet ihr ja die eine oder andere Inspiration für euer veganes Weihnachtsessen.




Veganer Rollbraten aus Linsen und Champignons 

1 Tasse Berglinsen
1 Zwiebel
180 g frische Champignons
etwas Olivenöl
1 Handvoll TK-Spinat
3 EL Haferflocken, gemahlen
je 1 TL Thymian und Salbei, getrocknet
Salz & Pfeffer
2 große Süßkartoffeln

Die Linsen nach Packungsanweisung gar kochen. Sie dürfen ruhig ziemlich weich werden. Die Pilze und die Zwiebel (ggf. in einer Küchenmaschine) sehr fein hacken. Dann in etwas Olivenöl in einer großen Pfanne anbraten. Den Spinat dazu geben, warten bis er auftaut und alles gut verrühren. Mit den Kräutern, Salz und Pfeffer würzen. Dann die gekochten Linsen und die gemahlenen Haferflocken unterrühren, bis ihr eine recht zähe Masse habt. Nochmals mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Parallel dazu die Süßkartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser ca. 10 Minuten lang gar kochen. Dann das meiste Wasser abgießen und mit einem Kartoffelstampfer zu Püree verarbeiten. Es sollte nicht zu dünn / wässerig werden, ehr etwas fester!

Jetzt ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Linsenmasse darauf großflächig in Form eines gut 1 cm dicken Rechtecks verteilen. Dann das Süßkartoffelpüree darauf verstreichen. Zum Rand hin an allen Seiten etwas Platz lassen. Jetzt wir der Braten gerollt. Dazu die kurze Seite des Backpapiers anheben und die Masse auf diese Weise wie einen Strudel langsam zusammenrollen und -drücken, bis ihr eine längliche, eingerollte Form habt. Die Seiten und Enden gut zusammendrücken.

Den veganen Braten bei 200° C im Ofen bei Ober- und Unterhitze ca. 45 Minuten lang backen, bis die Oberfläche schön knusprig ist.

Für die Preiselbeersauce habe ich einfach einige EL Preiselbeeren aus dem Glas (z.B. von Alnatura) mit etwas Wasser glattgerührt.


Reis mit Kürbis, Äpfeln und Walnüssen (als Beilage für ca. 4 Personen)

1 Tasse Basmatireis
1/4 Hakkaidokürbis
1 Apfel
etwas Zitronensaft
1 TL Thymian, getrocknet
1 TL Salbei, getrocknet
Salz & Pfeffer
evtl. etwas Olivenöl
1 Handvoll Walnusskerne

Den Reis in der doppelten Menge Salzwasser ca. 10 Minuten lang kochen. Dann den Topf mit einem Tuch abdecken und auf kleinster Flamme weitere 10 Minuten dämpfen lassen.

Den Kürbis und den Apfel entkernen und beides würfeln. Die Apfelstücke sofort mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Dann Kürbis und Apfel auf einem Backblech verteilen, die Kräuter, Salz & Pfeffer überstreuen und beides im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 15 Minuten lang backen.

Das Obst/ Gemüse mit dem Reis vermischen, mit Salz & Pfeffer abschmecken und wenn euch der Reis zu trocken sein sollte noch etwas Olivenöl untermengen. Die Walnüsse etwas zerbröckeln und zum Schluss dazu geben. Dazu passt noch etwas frische Petersilie.


Bohnen-Cassoulet mit Mandelkruste (als Beilage für ca. 4 Personen)

200 g grüne Buschbohnen
1 Glas weiße Bohnen
1 kleine Zwiebel
etwas Olivenöl
100 ml Sojasahne
3-4 getrocknete Tomaten (in Öl eingelegte)
1/4 TL Chiliflocken
Salz & Pfeffer
4-5 EL Mandelblätter
frische Petersilie

Die grünen Bohnen ca. 10 Minuten in Salzwasser gar kochen. Die weißen Bohnen abtropfen lassen. Die getrockneten Tomaten klein würfeln. Die Zwiebel fein hacken und in etwas Olivenöl anbraten. Dann die Bohnen und getrockneten Tomaten dazu geben, würzen und mit Sojasahne ablöschen. Etwas gehackte Petersilie unterheben und die Mischung in eine ofenfeste Form geben. Mit Mandelblättern bestreuen und im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten lang backen, bis die Mandeln eine goldgelbe Farbe annehmen. Zum Schluss mit etwas weiterer Petersilie betreuen.


Karamellisierte Kräuter-Möhren (als Beilage für ca. 4 Personen)

4-6 Möhren
2 EL Olivenöl
2 EL Agavendicksaft
2 TL Tymian, getrocknet
Salz & Pfeffer
2-3 Stängel frischer Rosmarin

Die Möhren schälen, längs halbieren und in Stifte schneiden. Mit dem Öl und Agavendicksaft vermischen und mit Thymian, Salz & Pfeffer würzen. In eine kleine Auflaufform geben und die Rosmarin-Stängel darauf verteilen. Im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten lang backen.


Vegane Diner Rolls (ca. 12 Stück)

Die Diner Rolls (so werden in den USA kleine Brötchen, die zum Dinner gereicht werden, genannt) habe ich nach einem Rezept vom tollen Blog Minimalist Baker gebacken. Sie sind sehr lecker und fluffig geworden. Beim nächsten Mal würde ich allerdings weniger Zucker verwenden.

2 EL Rohrzucker (ich empfehle 1 EL)
1/2 TL Salz
1 Päckchen Trockenhefe (7 Gramm)
2 Tassen Mehl (plus ca. 1 Tasse zum Kneten)
1/2 Tasse ungesüßte Mandelmilch (ich habe Hafermilch verwendet)
1/4 Tasse Wasser
2 EL vegane Margarine

Zunächst die trockenen Zutaten vermengen. Dann Mandelmilch, Wasser und Margarine leicht erwärmen, bis letztere schmilzt. Auf keinen Fall zu viel Hitze verwenden, sonst kann die Hefe zerstört werden. Alle Zutaten mit dem Knethaken eines Mixers vermengen. Dann mit den Händen weiterkneten. Immer wieder etwas Mehl dazu geben, bis ihr einen weichen, elastischen Teig habt, der nicht mehr doll an den Händen kleben bleibt. Diesen 10 Minuten beiseite stellen.

Zwölf gleich große Kugeln formen und diese in eine ofenfeste Form legen. Abgedeckt für weitere 45-60 Minuten gehen lassen. Wer mag, kann die Oberfläche mit Margarine oder Pflanzenmilch einpinseln. Dann im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten lang backen.



Zum Nachtisch gab es übrigens Apple Crumple mit Zimt und Ingwer. Dieser hat es leider nicht mehr aufs Foto geschafft. ;)

Veganes WM-Kochen 2014: Algerien - Couscous mit Gemüse

Dieses Gericht aus Algerien bildet heute den letzte WM-Kochen-Beitrag vor dem großen Finale. Couscous ist in der nordafrikanischen Küche sehr beliebt. Statt die kleinen Kügelchen aus Hartweizengries auf dem Herd zu kochen, werden sie einfach mit kochendem Wasser oder Brühe übergossen und quellen gelassen. Das frische Gemüse in diesem Gericht ist mit ganz vielen aromatischen Kräutern gewürzt und bringt so eine wahre Geschmacksexplosion.


Zutaten

Olivenöl zum Anbraten
1 Zwiebel
1-2 Möhren (je nach Größe)
1 (recht kleine) Zucchini
1 Handvoll Kichererbsen (aus dem Glas)

2 EL Tomatenmark
1 TL Kreuzkümmel
1-2 Zimtstangen
1/4 TL Cayennepfeffer
1/4 TL Kurkuma
1/4 TL Koriander gemahlen
3 Kardamomkapseln
Salz & schwarzer Pfeffer

1 Handvoll kleine Strauchtomaten

100 g Couscous und die doppelte Menge Gemüsebrühe


Zubereitung

Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden und diese halbieren. Dann in einer mittelgroßen Pfanne in etwas Olivenöl glasig braten. Die Möhre schälen und ebenso wie die Zucchini in zylindrische Stücke schneiden. Die Kichererbsen abtropfen lassen und abspülen. Alles mit in die Pfanne geben und 5 Minuten mitbraten. Danach die Gewürze und das Tomatenmark dazu geben. Weitere 10 Minuten braten und zwischendurch immer wieder gut umrühren. (Die Möhren bleiben so noch recht knackig, wer das nicht mag, kann sie vorher kurz in Salzwasser weich kochen.)

Den Couscous in der doppelten Menge Gemüsebrühe aufkochen, vom Herd nehmen und 10 Minuten quellen lassen. Danach mit Salz abschmecken.

Zum Schluss die geviertelten Tomaten unter das Gemüse rühren und kurz mitbraten lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Couscous auf einen Teller geben und das Gemüse darauf verteilen. Mit einer Zimtstange garniert servieren.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Schweiz - Rösti mit Rüeblisalat

Endlich geht das WM-Kochen weiter. Heute führt es uns in ein weiteres Nachbarland: Die Schweiz. Da darf natürlich der klassische Rösti nicht fehlen. Ganz ohne Schnick-Schnack, nur aus Kartoffeln, mit Salz & Pfeffer gewürzt. Für noch mehr Vitamine sorgt der Rüeblisalat mit einem Dressing aus Soja-Sahne und Zitrone.


Zutaten 

Für die Rösti (ergibt 4-5 mit ca. 20 cm Durchmesser)

900 g festkochende Kartoffeln 
Salz & Pfeffer
Rapsöl zum Anbraten

Für den Rüeblisalat

2 große Möhren
2 TL Soja-Sahne
2 TL Wasser
1 TL Zitronensaft
Salz & Pfeffer
optional: ein paar Walnüsse oder Haselnüsse zum Überstreuen 


Zubereitung

Die Kartoffeln schälen und klein reiben. In einer Schüssel mit Salz und Pfeffer würzen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Rösti darin von beiden Seiten goldgelb braten (ca. 7 Minuten pro Seite). Die fertigen Rösti können im Ofen bei ca. 100 Grad warm gehalten werden, bis die restlichen gar sind.

Für den Salat die Möhren schälen und ebenfalls klein reiben. Die flüssigen Zutaten vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles verrühren und mit Nüssen garniert servieren.

Bon Appétit! 

Veganes WM-Kochen 2014: Südkorea - Glasnudeln mit Gemüse und Sesam

Angekommen in Gruppe H haben wir uns jetzt ein Mal quer durch die Gruppenphase gekocht. Heute gibt es ein südkoreanisch inspiriertes Gericht mit Glasnudeln, viel Gemüse, Sesam und frischen Kräutern. Das perfekte Abendessen nach einem tollen Sommer-Sonntag in der Natur. Geht schnell, sieht toll aus und schmeckt köstlich!



Zutaten

100 g Glasnudeln
2 Möhren
1-2 Frühlingszwiebeln
1 Handvoll Shiitake-Pilze
Sesamöl zum Anbraten
etwas Salz
1 rote Chili
1 daumengroßes Stück Ingwer
3 EL Sojasauce
1/2 TL braunen Zucker
Ein paar Spritzer Zitronensaft
1 Handvoll Koriandergrün
Je 1 TL schwarzen und hellen Sesam


Zubereitung

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Glasnudeln darin ca. 5 Minuten lang garen. Danach Abgießen, gut mit kaltem Wasser abspülen und beiseite stellen.

Die Möhre schälen und in dünne Stifte schneiden. Die Pilze putzen und etwa sechsteln. Die Frühlingszwiebel und die Chili (nach dem Entfernen der Kerne) in dünne Ringe hacken. Den Ingwer schälen und fein würfeln.

Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Möhrenstifte, Frühlingsziebeln (wer mag, kann ein paar Ringe zum Garnieren aufbewahren), Ingwer und Chili darin 5 Minuten lang anbraten. Leicht salzen. Dann die Pilze dazu tun und weitere 5 Minuten lang braten. Mit 1 EL Sojasauce ablöschen, den Zucker einrieseln lassen und einrühren.

Die gekochten Glasnudeln mit in die Pfanne geben, die restliche Sojasauce und ein paar Spritzer Zitronensaft dazu geben. Gut umrühren, bis sich alle Zutaten vermischen. Ggf. noch mit etwas Salz, Zucker oder Zitronensaft abschmecken. 2 - 3 Minuten in der Pfanne ziehen lassen, dann den Sesam und frischen Koriander unterheben und sofort servieren.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: England - Lancashire Hotpot

Fritten hatten wir schon, Fisch essen wir nicht, also fallen Fish & Chips schonmal raus. Statt dessen führt es uns in Englands Nordwesten. Der Lancashire Hotpot ist traditionell ein mit Kartoffelscheiben überbackener Eintopf aus Lammfleisch und Zwiebeln, der über Stunden im Ofen gart. Diese Variante kommt natürlich ohne tierische Inhaltsstoffe aus, geht zwar auch nicht blitzschnell, ist aber mit etwa 1,5 Stunden Zubereitungs- und Garzeit vergleichsweise zügig servierfertig.



Zutaten (für 2 großzügige Portionen)

2 Zwiebeln
vegane Margarine zum Anbraten
1 Schluck Rotwein
300 ml passierte Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
3 TL Perlgraupen
1 Spritzer Tabasco
Salz & Pfeffer

2 Zwiebeln
2 große Möhren
4 Stangen Staudensellerie
Salz

3 dicke Kartoffeln
vegane Margarine zum Bestreichen
Salz & Pfeffer


Zubereitung

Die ersten zwei Zwiebeln fein hacken und in einer mittelgroßen Pfanne mit etwas Margarine ca. 5 Minuten lang anbraten. Danach mit Rotwein ablöschen, die passierten Tomaten und den Tabasco dazugeben und ein paar weitere Minuten köcheln lassen. Danach die Perlgraupen und die Gemüsebrühe hinzufügen, gut umrühren und alles für 20 Minuten bei geringer Kitze kochen, bis die Graupen recht weich sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

In der Zwischenzeit die weiteren Zwiebeln, die Möhren und den Sellerie ggf. schälen und klein hacken.  In einem kleinen Topf reichlich Salzwasser aufkochen und das Gemüse darin 3 Minuten blanchieren.

Die Kartoffeln schälen und in ca. 2 mm dünne Scheiben hobeln. 

Die Grillfunktion im Backofen auf 200° C anstellen.

Das Gemüse (außer die Kartoffeln) mit der Graupen-Sauce mischen und nochmals abschmecken. Dann alles zusammen in eine Auflaufform geben. Obendrauf die Kartoffelscheiben verteilen und dünn mit Margarine betreichen. Salzen und pfeffern.

Den Hotpot etwa 20 - 30 Minuten in den Ofen geben, bis die Kartoffeln schön kross sind.

Bon Appétit!

PS: Zu dem britischen Essen schmeckt auch amerikanisches Bier. ;)