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Veganer Grünkohleintopf

Manchmal will gut Ding Weile haben. Anfang Dezember gab es auf einem Weihnachtsmarkt, den mein Freund und ich besuchten, Grünkohleintopf. Der war natürlich nicht vegan. Trotzdem bekamen wir beide Appetit darauf. In dieser Woche bin ich dann endlich dazu gekommen, eine vegane Version zu kochen. Wer es richtig authentisch mag, kann natürlich noch Tofu-Würstchen hinein tun. Ich mag es lieber ohne. :)


Zutaten

1 fein gehackte Zwiebel
5-7 Kartoffeln (je nach Größe)
4 Tassen gehackter Grünkohl
1 Handvoll gehackte krause Petersilie
1 TL gelbe Senfkörner
Salz & Pfeffer



Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, würfeln und in reichlich gesalzenem Wasser bissfest kochen. Danach soviel Wasser abgießen bis die Kartoffeln noch gut bedeckt sind. Den Grünkohl, die Petersilie, die Zwiebelstücke und die Senfkörner dazu tun und alles noch ca. 10 - 15 Minuten weiter köcheln lassen. Zum Schluss die Masse mit einem Kartoffelstampfer etwas weich drücken, es sollten aber noch Kartoffelstücke zu sehen sein. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und (ggf. mit Tofu-Würstchenstücken) servieren.

Bon Appétit!

Indische Kohlpfanne mit Fladenbrot und Yoghurt-Dip

Die Kohl-Saison läuft in vollem Gange. Deshalb dürft ihr euch in der nächsten Zeit hier auf einige Rezepte damit freuen. Oder auch nicht freuen, am Kohl scheiden sich ja oft die Geister oder besser die Geschmäcker. Für alle, die bei Weißkohl an Sauerkraut und Co. denken und denen sich dabei (wie mir) sofort die Nackenhärchen kräuseln, habe ich allerdings ein paar außergewöhnlichere Rezepte vorbereitet, die vielleicht auch ausgeprägte "Kohlhasser" überzeugen.

Die heutigen Rezepte stammen aus dem Kochbuch "Indiens vegetarische Küche" von Minosha Bharadwaj. Dieses steht bereits seit einigen Jahren in meinem Regal, wurde damals voller Begeisterung gekauft und dann irgendwie doch nicht so richtig beachtet. Vielleicht kennt ihr das auch? Jedenfalls habe ich den Machern definitiv unrecht getan. Das Gericht bandhkophir chorchori (Kohl mit Fünf-Gewürze-Mischung und Ingwer) schmeckt richtig lecker und erinnert garantiert nicht am entferntesten an Sauerkraut. Dazu gab es koki, Fladenbrote nach Sindhi-Art, und Sojayogurt zum Dippen.


Zutaten

Für das Kohlgericht bandhkophir chorchori (für 4 Personen)

1 TL schwarze Senfsamen
2 TL grob gerieber Ingwer
4 getrocknete rote Chilis, ohne Samen, eingeweicht in Wasser
3 EL Rapsöl (Originalrezept: Sonnenblumenöl)
1 Zwiebel
300 g Weißkohl (Rotkohl oder Blumenkohl gehen auch)
Salz
2 TL der Gewürzmischung (s.u.)
Zusätzlich (nicht im Original-Rezept): 1 Handvoll TK-Erbsen & 1 Handvoll Rosinen

Für die Gewürzmischung panchphoran

je 1/8 TL Kreuzkümmel, Fenchelsamen, Bockshornkleesamen, Schwarze Senfsamen & Schwarzkümmel

Für das Fladenbrot koki (ergibt ca. 8 Stück)

300 g Dinkelvollkornmehl (Originalrezept: Vollkornmehl)
1 Zwiebel
2 grüne Chilis
1 TL Koriander, gemahlen (Originalrezept: 1 Handvoll frischer Koriander)
1/2 TL Salz
4 EL Sonnenblumenöl


Zubereitung

Für die Fladenbrote zunächst die Zwiebel und Chilis fein hacken. Mit Mehl und Koriander in einer großen Schüssel vermengen. Salz und 2 EL Öl dazugeben und mit ausreichend lauwarmem Wasser zu einem festen Teig verkneten. Fünf Minuten ruhen lassen, dann acht gleich große Kugeln formen. Diese auf einer bemehlten Fläche zu Kreisen mit einem Durchmesser von etwa 8 cm ausrollen. Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Fladen darin von jeder Seite knusprig anbraten.

Für das Kohlgericht zunächst Senfsamen, Ingwer und Chilis mit 5 EL Wasser zu einer Paste pürieren.

Die Zwiebel fein hacken. Den Kohl vierteln und in feine Streifen schneiden. Zwei EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb anbraten. Den Kohl, die Erbsen und Rosinen dazu geben und einige Minuten auf kleinerer Flamme ziehen lassen, bis die Erbsen gar sind. Die Gewürzpaste einrühren und salzen.

In einer weiteren kleinen Pfanne oder einem Topf das restliche Öl erhitzen. Die Gewürzmischung panchphoran darin rösten, bis es zu zischen beginnt. Über den Kohl geben und gut mischen.

Das Kohlgericht mit Fladenbrot und etwas (am besten ungezuckertem) Sojayogurt servieren.

Bon Appétit!


Die Originalrezepte findet ihr im Kochbuch "Indiens vegetarische Küche" von Minosha Bharadwaj, erschienen im Christian Verlag, München, 3. Auflage von 2008 auf S. 76 und S. 148.

PS: Weitere Rezepte aus der indischen Küche findet ihr hier.

Farbenfroher Wintergemüse-Auflauf mit Kartoffelkruste

An trüben Wintertagen geht doch nichts über ein bisschen Farbe auf dem Teller. In diesem Auflauf kommen orange und gelbe Rüben, Grünkohl, Staudensellerie und knackige Erbsen so richtig zum Strahlen. Überbacken wird das Ganze mit einer knusprigen Kartoffelkruste. So macht sogar der nasskalte Winter Spaß.


Zutaten

4-5 Kartoffeln

Je 2 orange und gelbe Rüben
2 Stangen Staudensellerie
1 Handvoll TK-Erbsen
1 Handvoll gehackter Grünkohl

150 ml Hafersahne
1/4 TL Kurkuma

Salz & Pfeffer


Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in reichlich Salzwasser ca. 12 Minuten gar kochen.

In der Zwischenzeit die Rüben schälen und genauso wie den Sellerie in in Stücke schneiden. Den Grünkohl klein hacken. In einem weiteren Topf Salzwasser aufkochen und das Gemüse darin 10 Minuten lang garen. Die gefrorenen Erbsen etwa 3 Minuten vor Schluss dazu geben.

Die Hafersahne mit Kurkuma, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Kartoffeln bis auf ein wenig Restwasser abgießen und mit dem Stampfer zu einem festen Püree verarbeiten. Ggf. nachwürzen. Das Gemüse in eine Auflaufform geben und mit der Hafersahne vermischen. Dann das Kartoffelpüree glatt darauf verteilen. Im Ofen bei 200°C Ober- und Unterhitze 30 Minuten lang backen, bis die Oberfläche schön kross ist.

Bon Appétit!

Grüner Winter-Smoothie

Ihr Lieben, zunächst möchte ich euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr wünschen (auch wenn 2015 nun schon eine ganze Woche alt ist)! Ich hoffe, ihr habt alle besinnliche Weihnachten in toller Begleitung, mit schönen Geschenken, interessante Gesprächen und natürlich leckerem Essen gefeiert.

Nachdem nun alle Feiertage hinter uns liegen, möchte ich das Jahr 2015 auf Mangerella mit einem gesunden Grünen Smoothie starten. Dieser liefert uns nicht nur viele Vitamine und Energie um wieder richtig durchzustarten sondern schmeckt nebenbei auch noch richtig gut. Den wird es hier jetzt sicher öfter geben, denn das Christkind war großzügig und hat mir einen Hochleistungsmixer beschert. Danke nochmal an dieser Stelle! Außerdem durfte aus nördlicheren Teilen Deutschlands ein großer Beutel Grünkohl mitreisen, der jetzt das Gefrierfach bewohnt...


Zutaten (für ca. 3/4 Liter Smoothie)

ca. 4 - 6 Blätter Grünkohl
1 kleine Stange Sellerie
1 Handvoll Winterpostelein (oder Feldsalat)
1 Banane
1 Apfel
1 kleines Stück Ingwer
1 Glas (frisch gepresster) Orangensaft
1 Glas Wasser


Zubereitung

Alle Zutaten waschen. Die Banane und den Ingwer schälen, den Apfel entkernen. Dann alles zusammen im Mixer gründlich pürieren und kalt genießen.

Bon Appétit!


Wirsing-Auflauf mit Kartoffeln und Tofu-Chäse

Weiter geht es mit einem weiteren deftigen Gericht für kalte Winterabende. Nachdem es mit dem Wirsing beim letzten Mal schon so gut geklappt hat, durfte er nochmals ran. Diesmal in Kombination mit Zwiebeln, Kartoffeln und Tofu in Form eines geschichteten Auflaufs, der bei Appetit auf etwas richtig Herzhaftes garantiert die die Stimmung hebt!


Zutaten (für 2 Portionen)

1 Wirsing
4-6 Kartoffeln
1 (rote) Zwiebel
170 g Tofu (hier "Tofu Chäse" von Lord of Tofu)
50 ml Weißwein
450 ml Gemüsebrühe
1 Prise Muskat
Salz & Pfeffer



Zubereitung

Vom Wirsing zwei große Blätter abtrennen und den Rest in Streifen schneiden. Die Kartoffeln schälen und in ca. 4 mm dicke Scheiben hobeln. Die Zwiebel fein hacken. Den Tofu in dünne Scheiben schneiden.

Die Gemüsebrühe mit dem Weißwein aufkochen, Muskat dazu tun, pfeffern und kräftig salzen. In einer größeren oder zwei kleineren Auflaufformen den Wirsing, die Kartoffeln, Zwiebelstücke und Tofu in mehreren Schichten stapeln. Dann mit der Brühe aufgießen. Die Oberfläche mit den großen Wirsingblättern abdecken.

Im vorgeheizten Ofen bei 200°C Ober- und Unterhitze 45 - 60 Minuten garen, bis die Kartoffeln weich sind. Mit frischem Pfeffer bestreut genießen.

Dazu passt Brot.

Bon Appétit!


Wirsing-Warps mit Süßkartoffelpüree, Auberginen und Granatapfel

Ich liebe Wraps, aber ich esse ungern und selten Weißmehlprodukte. Gut, dass der Wirsing gerade Saison hat und die großen Blätter sich vorzüglich zum Einwickeln eignen. Zugegeben, als Kind habe ich Wirsing gehasst! Mit keinem anderen Gemüse konnte man mich so sehr jagen… Lange hat es also gedauert, bis ich diesem Kohlgemüse eine zweite Chance gab. Doch es hat sich gelohnt! In dieser Kombination mit Süßkartoffelpüree, in Kurkuma gebratenen Auberginenwürfeln getoppt mit etwas Sojayogurt und Granatapfelkernen schmeckt er einfach köstlich!

Zutaten

6 große Blätter Wirsing

1 große Süßkartoffel

1 kleine Aubergine
1 TL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Koriander gemahlen 
Rapsöl zum Anbraten

6 EL Sojayogurt (am besten ungesüßt)
6 EL Granatapfelkerne

Salz & Pfeffer


Zubereitung

Die Aubergine in Scheiben schneiden und diese reichlich salzen. Nach 30 Minuten abtupfen. So werden die Bitterstoffe entzogen. Danach die Scheiben in Würfel schneiden und in Rapsöl anbraten. Mit Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander und Salz würzen. Nach 15 - 20 Minuten sind die Auberginenwürfel fertig. Warm halten.

Die Süßkartoffel schälen, in kleine Stücke schneiden und diese in Salzwasser ca. 15 Minuten lang weich kochen. Danach in ein wenig Wasser pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Wirsingblätter in siedendem Salzwasser ca. 4 - 5 Minuten blanchieren.

Dann die Blätter mit je einem Klecks Süßkartoffelpüree, ein paar Auberginenwürfeln, 1 EL Sojayogurt und Granatapfelkernen füllen, mit der Hand aufrollen und sofort warm genießen.

Bon Appétit!

Nachgekocht: Herzhafte Grünkohl-Kartoffel-Kasserole

Heute möchte ich euch mal wieder ein nachgekochtes Rezept zeigen. Dieses Gericht habe ich auf Pinterest gefunden und es sah einfach zu lecker aus, um es nicht selbst zu probieren. Es stammt von dem amerikanischen Blog Fatfree Vegan Kitchen. Mit nur wenigen Änderungen (u.a. ist es jetzt nicht mehr "fatfree" ;)) ließ es sich leicht und schnell umsetzen, wenn man von der langen Garzeit absieht. Das Warten hat sich gelohnt, dieses leckere und gesunde Herbst-/ Wintergericht ist es auf jeden Fall Wert, eine Weile mit knurrendem Magen vor dem Ofen zu warten!


Zutaten (leicht abgewandelt vom Originalrezept)

1 Zwiebel
1 EL Rapsöl
500 g Kartoffeln
250 g Grünkohl (ich habe tiefgekühlten verwendet)
1 Glas (oder 1 Dose) Kichererbsen

Für die Sauce:

1/4 Tasse Cashewkerne
1 1/4 Tassen Wasser
1 Tasse Hafermilch (oder andere ungesüßte Pflanzenmilch)
4 - 5 EL Hefeflocken
1 EL Zitronensaft
1 TL Salz
1 TL Senfkörner
1 TL Paprikagewürz
1/2 TL Kurkuma
1 Prise Cayennepfeffer
Schwarzer Pfeffer


Zubereitung

Für die Sauce zunächst die Cashewkerne 1-2 Stunden in reichlich Wasser einweichen lassen.

Dann die Zwiebel fein hacken und kurz in einer großen Pfanne in etwas Öl anbraten. Den gefrorenen Grünkohl dazu geben und warten, bis er auftaut. Zwischendurch umrühren. 

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

Die Kartoffeln schälen und in ca. 1-2 cm dicke Würfel schneiden. Die Kichererbsen abgießen. Beides mit in die Pfanne geben und etwas salzen.

Für die Sauce die Cashews abgießen und dann alle Zutaten mit dem Mixer pürieren. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Dann mit in die Pfanne geben und umrühren, bis die Sauce etwas andickt. 

Alles in eine Auflaufform geben und mit Folie bedeckt 40-45 Minuten backen. Wenn keine Flüssigkeit mehr an der Oberfläche ist, die Folie abnehmen und weitere 10-15 Minuten backen. Sofort Servieren.

Bon Appétit!


Indisches Blumenkohl-Curry mit Reis

Es ist mal wieder Zeit für ein indisch inspiriertes Curry. Mindestens ein Mal im Monat muss das sein. Entweder im Restaurant (die meisten indischen Restaurants kennen sich mit der veganen Küche aus und bieten - auf Anfrage - entsprechende Gerichte an) oder zuhause. Wenn die aromatischen Gewürze ihren Duft verbreiten, kann das nur die Laune heben. Und an trüben Herbsttagen kommt Farbe auf den Tisch!

In diesem Rezept spielt Blumenkohl die Hauptrolle. Zusammen mit Kartoffeln wird er in der würzigen Tomatensauce gekocht und mit frischem Koriander serviert. Dazu passt wie hier Basmatireis oder auch Fladenbrot.


Zutaten

1 kleine Zwiebel
2-3 EL Rapsöl
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Kurkuma
1/2 TL Chiliflocken
2 TL Koriander gemahlen
1 Daumengroßes Stück Ingwer
Salz & Pfeffer

3 größere Kartoffeln
1 kleiner Blumenkohl
200 ml passierte Tomaten
etwas Wasser

1 Handvoll frischer Koriander

1/2 Tasse Basmatireis
1 Tasse Wasser
Salz
3-4 Kardamomkapseln


Zubereitung

Die Zwiebel fein hacken und in dem Rapsöl in einer großen tiefen Pfanne glasig dünsten. Den Ingwer fein reiben. Mit den Gewürzen zu den Zwiebeln geben und rühren, bis sich das Aroma verbreitet.

Die Kartoffeln schälen und würfeln. Mit in die Pfanne geben, salzen und etwa 10 Minuten braten.

Den Blumenkohl waschen und in kleine Röschen teilen. Ebenfalls in die Pfanne geben und gut umrühren. Dann mit den passierten Tomaten ablöschen. Es sollte alles mit Flüssigkeit bedeckt sein. Ggf. etwas Wasser hinzufügen. Das Ganze mit Deckel etwa 20 - 25 Minuten garen lassen. Zwischendurch öfter umrühren.

Den Reis in der doppelten Menge Wasser aufkochen, salzen und 10 Minuten köcheln lassen. Die Kardamomkapseln unterheben. Danach die Hitze runter schalten, den Topf mit einem Küchenhandtuch und dem Deckel abdecken und den Reis noch etwas dampfen lassen.

Den Koriander klein hacken.

Wenn der Blumenkohl weich genug und die Kartoffeln gar sind, das Curry mit Salz, Chili und Pfeffer abschmecken und mit Koriander garniert servieren.

Bon Appétit!