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Winterliche Cannelloni mit Spinat-Cashewkäse-Füllung

Als wahrscheinlich letzten Beitrag vor der Weihnachtspause möchte ich euch noch ein winterlich angehauchtes Cannelloni-Rezept vorstellen. Statt mit Ricotta oder anderem Käse sind die Röllchen hier mit einem "Käse"aus Cashewkernen gefüllt. Das schmeckt lecker, ist gesunder und stopft lange nicht so, wie die herkömmliche Variante. Die Sauce aus ofengerösteten Tomaten erhält durch die Zugabe von Kakaopulver einen besonderen und festlich angehauchten Geschmack. Probiert es aus!

Mit diesem Beitrag möchte ich außerdem gerne am Blog-Event "Auflauf & Co" teilnehmen, zu dem Ina von "Ina Is(s)t" und Tina von "Lecker&Co" aufgerufen haben. Die Teilnahme ist noch bis zum 23.12.2014 möglich und es gibt tolle Gewinne. Schaut vorbei!

Ich wünsche euch allen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2015!


Rezept (für 2 Personen)

Für die Füllung:

1 gute Handvoll Cashews
2 EL Hefeflocken
1/4 TL Gemüsebrühepulver
2 Handvoll TK-Spinat
2 EL Rosinen
Salz & Pfeffer

Für die Tomatensauce:

ca. 15 Cherrytomaten
1/4 TL Kakaopulver
ein paar Chiliflocken
Salz & Pfeffer

Sonst noch:

6 Lasagneblätter
4 EL Mandelblättchen
etwas Olivenöl
etwas veganen Parmesan (optional)



Zubereitung

Die Cashewkerne ca. 2 Stunden vor der Zubereitung in reichlich Wasser einweichen.

Die Cherrytomaten halbieren und auf einem Backblech im Ofen bei 200°C Ober- und Unterhitze ca. 15 Minuten rösten.

Die Lasagneplatten kurz vorkochen, damit sie sich rollen lassen. Den Spinat in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze auftauen lassen. Zwischendurch umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Cashews abgießen und in ein schmalen Rührgefäß geben. Wasser hinzufügen, bis die Oberfläche leicht bedeckt ist, dann zu einer cremigen Masse pürieren. Hefeflocken, Gemüsebrühepulver, Salz & Pfeffer dazu tun und nochmals gut durchmixen.

Dann die Rosinen und die Cashewcreme zum Spinat geben und unterheben. Bei Bedarf nachwürzen.

Die Tomaten aus dem Ofen nehmen und grob pürieren. Mit dem Kakaopulver, etwas Chili, Salz & Pfeffer abschmecken.

Auf die kurze Seite der Lasagneplatten je ca. 2 EL der Spinatmasse geben und insgesamt sechs Rollen formen. Den Boden zwei kleiner Auflaufformen mit je der Hälfte der Tomatensauce bedecken und die Cannelloni darauf verteilen. Die Oberfläche mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Mandelblättern und ggf. veganem Parmesan bestreuen. Im Ofen bei bei 200°C Ober- und Unterhitze ca. 15 Minuten backen.

Bon Appétit!


Und hier geht's zum Blog-Event:


Nachtrag 12.01.2014: Ich freue mich sehr, dass mein Beitrag großen Anklang gefunden hat und ich beim Blogevent den ersten Preis gewonnen habe! Danke für Eure Stimmen! Alle Aufläufe in Form eines PDF-Kochbuchs findet ihr hier.

Tomatiger Süßkartoffeleintopf mit Aubergine, Spinat und frischen Kräutern

Heute habe ich noch ein leckeres Alltagsrezept für kalte Winterabende für euch. Dieser würzige Eintopf mit Süßkartoffel, Aubergine, Tomate und Spinat wärmt nicht nur wunderbar auf, die frischen Kräuter helfen und auch dabei, die Erkältungszeit gut zu überstehen. Und schnell gemacht ist das Gericht noch obendrauf. Uuund: Für den Eintopf braucht ihr natürlich nur einen Topf. :)


Zutaten

1 größere Süßkartoffel
1 kleine Aubergine
1 Handvoll TK-Spinat
2 Tomaten
1 Handvoll Mais
200 ml passierte Tomaten
1 L Gemüsebrühe
Je 3 Stängel frischen Thymian und Rosmarin
2 Lorbeerblätter
1/4 TL Chiliflocken
Salz & Pfeffer
etwas Zitronensaft


Zubereitung

Die Aubergine in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, diese mit Salz bestreuen und mind. 10 Minuten ziehen lassen. Danach die Oberfläche mit einem Küchenpapier abtupfen. So werden die Bitterstoffe entzogen.

Die Süßkartoffeln schälen, in Würfel schneiden und dann in die kochende Gemüsebrühe geben. Die Aubergine ebenfalls würfeln und dazu tun. Auch den Spinat und Mais mit in den Topf geben. Die Tomaten klein schneiden und unterheben. Mit den passierten Tomaten aufgießen. Die gehackten Kräuter und das Lorbeerblatt dazu tun, etwas salzen und den Eintopf ca. 15-20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.

Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Chili und Zitronensaft abschmecken. Die Lorbeerblätter vor dem Essen entfernen.

Bon Appétit!

Thanksgiving 2014: Veganer Rollbraten, viele Beilagen & Dinner Rolls

Manchmal habe ich Lust richtig lange in der Küche zu stehen und aufwendige Sachen zu kochen. Natürlich braucht man dazu eigentlich keinen Anlass. Da gestern in den USA Thanksgiving gefeiert wurde, hatte ich aber immerhin ein Motto. Ich finde, das Fest in ein toller Start in die besinnliche und ruhige Jahreszeit im Dezember: Es erinnert daran, wie dankbar wir sein sollten auf dieser Welt leben zu dürfen, inkl. aller Ressourcen, mit denen wir sorgsam umgehen sollten.

Auf den Tisch kam zu diesem Anlass bei uns natürlich kein Truthahn. Stattdessen bildete den Mittelpunkt des Dinners ein veganer Rollbraten aus Linsen und Champignons, gefüllt mit Süßkartoffelpüree und angerichtet mit Preiselbeersauce. Dazu gab es ein Bohnen-Cassoulet, Reis mit Kürbis und Äpfeln, karamellisierte Möhren und herrlich luftige Diner Rolls. Vielleicht findet ihr ja die eine oder andere Inspiration für euer veganes Weihnachtsessen.




Veganer Rollbraten aus Linsen und Champignons 

1 Tasse Berglinsen
1 Zwiebel
180 g frische Champignons
etwas Olivenöl
1 Handvoll TK-Spinat
3 EL Haferflocken, gemahlen
je 1 TL Thymian und Salbei, getrocknet
Salz & Pfeffer
2 große Süßkartoffeln

Die Linsen nach Packungsanweisung gar kochen. Sie dürfen ruhig ziemlich weich werden. Die Pilze und die Zwiebel (ggf. in einer Küchenmaschine) sehr fein hacken. Dann in etwas Olivenöl in einer großen Pfanne anbraten. Den Spinat dazu geben, warten bis er auftaut und alles gut verrühren. Mit den Kräutern, Salz und Pfeffer würzen. Dann die gekochten Linsen und die gemahlenen Haferflocken unterrühren, bis ihr eine recht zähe Masse habt. Nochmals mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Parallel dazu die Süßkartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser ca. 10 Minuten lang gar kochen. Dann das meiste Wasser abgießen und mit einem Kartoffelstampfer zu Püree verarbeiten. Es sollte nicht zu dünn / wässerig werden, ehr etwas fester!

Jetzt ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Linsenmasse darauf großflächig in Form eines gut 1 cm dicken Rechtecks verteilen. Dann das Süßkartoffelpüree darauf verstreichen. Zum Rand hin an allen Seiten etwas Platz lassen. Jetzt wir der Braten gerollt. Dazu die kurze Seite des Backpapiers anheben und die Masse auf diese Weise wie einen Strudel langsam zusammenrollen und -drücken, bis ihr eine längliche, eingerollte Form habt. Die Seiten und Enden gut zusammendrücken.

Den veganen Braten bei 200° C im Ofen bei Ober- und Unterhitze ca. 45 Minuten lang backen, bis die Oberfläche schön knusprig ist.

Für die Preiselbeersauce habe ich einfach einige EL Preiselbeeren aus dem Glas (z.B. von Alnatura) mit etwas Wasser glattgerührt.


Reis mit Kürbis, Äpfeln und Walnüssen (als Beilage für ca. 4 Personen)

1 Tasse Basmatireis
1/4 Hakkaidokürbis
1 Apfel
etwas Zitronensaft
1 TL Thymian, getrocknet
1 TL Salbei, getrocknet
Salz & Pfeffer
evtl. etwas Olivenöl
1 Handvoll Walnusskerne

Den Reis in der doppelten Menge Salzwasser ca. 10 Minuten lang kochen. Dann den Topf mit einem Tuch abdecken und auf kleinster Flamme weitere 10 Minuten dämpfen lassen.

Den Kürbis und den Apfel entkernen und beides würfeln. Die Apfelstücke sofort mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Dann Kürbis und Apfel auf einem Backblech verteilen, die Kräuter, Salz & Pfeffer überstreuen und beides im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 15 Minuten lang backen.

Das Obst/ Gemüse mit dem Reis vermischen, mit Salz & Pfeffer abschmecken und wenn euch der Reis zu trocken sein sollte noch etwas Olivenöl untermengen. Die Walnüsse etwas zerbröckeln und zum Schluss dazu geben. Dazu passt noch etwas frische Petersilie.


Bohnen-Cassoulet mit Mandelkruste (als Beilage für ca. 4 Personen)

200 g grüne Buschbohnen
1 Glas weiße Bohnen
1 kleine Zwiebel
etwas Olivenöl
100 ml Sojasahne
3-4 getrocknete Tomaten (in Öl eingelegte)
1/4 TL Chiliflocken
Salz & Pfeffer
4-5 EL Mandelblätter
frische Petersilie

Die grünen Bohnen ca. 10 Minuten in Salzwasser gar kochen. Die weißen Bohnen abtropfen lassen. Die getrockneten Tomaten klein würfeln. Die Zwiebel fein hacken und in etwas Olivenöl anbraten. Dann die Bohnen und getrockneten Tomaten dazu geben, würzen und mit Sojasahne ablöschen. Etwas gehackte Petersilie unterheben und die Mischung in eine ofenfeste Form geben. Mit Mandelblättern bestreuen und im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten lang backen, bis die Mandeln eine goldgelbe Farbe annehmen. Zum Schluss mit etwas weiterer Petersilie betreuen.


Karamellisierte Kräuter-Möhren (als Beilage für ca. 4 Personen)

4-6 Möhren
2 EL Olivenöl
2 EL Agavendicksaft
2 TL Tymian, getrocknet
Salz & Pfeffer
2-3 Stängel frischer Rosmarin

Die Möhren schälen, längs halbieren und in Stifte schneiden. Mit dem Öl und Agavendicksaft vermischen und mit Thymian, Salz & Pfeffer würzen. In eine kleine Auflaufform geben und die Rosmarin-Stängel darauf verteilen. Im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten lang backen.


Vegane Diner Rolls (ca. 12 Stück)

Die Diner Rolls (so werden in den USA kleine Brötchen, die zum Dinner gereicht werden, genannt) habe ich nach einem Rezept vom tollen Blog Minimalist Baker gebacken. Sie sind sehr lecker und fluffig geworden. Beim nächsten Mal würde ich allerdings weniger Zucker verwenden.

2 EL Rohrzucker (ich empfehle 1 EL)
1/2 TL Salz
1 Päckchen Trockenhefe (7 Gramm)
2 Tassen Mehl (plus ca. 1 Tasse zum Kneten)
1/2 Tasse ungesüßte Mandelmilch (ich habe Hafermilch verwendet)
1/4 Tasse Wasser
2 EL vegane Margarine

Zunächst die trockenen Zutaten vermengen. Dann Mandelmilch, Wasser und Margarine leicht erwärmen, bis letztere schmilzt. Auf keinen Fall zu viel Hitze verwenden, sonst kann die Hefe zerstört werden. Alle Zutaten mit dem Knethaken eines Mixers vermengen. Dann mit den Händen weiterkneten. Immer wieder etwas Mehl dazu geben, bis ihr einen weichen, elastischen Teig habt, der nicht mehr doll an den Händen kleben bleibt. Diesen 10 Minuten beiseite stellen.

Zwölf gleich große Kugeln formen und diese in eine ofenfeste Form legen. Abgedeckt für weitere 45-60 Minuten gehen lassen. Wer mag, kann die Oberfläche mit Margarine oder Pflanzenmilch einpinseln. Dann im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten lang backen.



Zum Nachtisch gab es übrigens Apple Crumple mit Zimt und Ingwer. Dieser hat es leider nicht mehr aufs Foto geschafft. ;)

Feurige Burritos mit Reis-Spinat-Füllung in pikanter Tomatensalsa

Bitte entschuldigt, dass es hier in der letzten Woche so ruhig war. Ich war unterwegs, hatte sehr viel zu tun und da blieb zum Kochen und Fotografieren nicht viel Raum. Zum Glück habe ich aus der Zeit davor noch dieses mexikanisch inspirierte Burrito-Rezept für euch in petto. Die Teigtaschen sind mit würzigem Spinat-Reis gefüllt und mit feuriger Salsa-Sauce und veganem Käse überbacken. Genau das richtige Soulfood für kalte Herbstabende und großen Hunger. Da kann der November ruhig kommen (oder besser gesagt bleiben).



Zutaten (für ca. 3 Portionen)

1 Tasse Reis
2 Tassen Wasser 
1 TL Salz

etwas Rapsöl
1 rote Zwiebel
1 kleine gelbe Paprika
3-4 Handvoll frischen Babyspinat

1 TL Koriander gemalen
1/4 TL Cayennepfeffer
Salz & Pfeffer

4 große vegane Tortillas

200 ml passierte Tomaten
einige Spritzer Tabasco
Salz & Pfeffer

ca. 100 g veganen geriebenen Käseersatz (z.B. Daiya Shreds Mozzarella Style)

1/2 Avocado
1 Handvoll frischen Koriander
etwas Sojayogurt (am besten ungesüßten)


Zubereitung

Den Reis in der doppelten Menge Salzwasser gar kochen. 

Die Zwiebel in feine Ringe schneiden und in etwas Rapsöl goldgelb anbraten. Die Paprika klein Würfeln und mitbraten. Den Spinat waschen, in Streifen schneiden und mit kurz mit in die Pfanne geben, bis er in sich zusammen fällt. Dann den Reis unterheben und mit den Gewürzen abschmecken.

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

Für die schnelle Salsa-Sauce die passierten Tomaten mit Tabasco, Salz und Pfeffer auf die gewünschte Schärfe abschmecken. 

Dann die Reismischung in die Tortillablätter einrollen. Die fertigen Burritos in eine Auflaufform legen, die Salsa-Sauce darüber schütten und das Ganze mit veganem Käse bestreuen. Ca. 15 Minuten im Ofen backen, bis der "Käse" zerlaufen ist. 

Die Avocado würfeln und den Koriander fein hacken. Die gegarten Burrtios aus dem Ofen nehmen und mit den Avocadostücken, frischem Koriander, etwas Sojayogurt und Pfeffer garniert servieren.

Bon Appétit! 

P.S.: Ein ähnliches Burritorezept von mir (gefüllt mit Bohnen und Süßkartoffeln) findet ihr hier.



Vegan Halloween: Gruselige Kürbisburger

Am Freitag ist endlich wieder Halloween. Falls ihr noch ein gruseliges veganes Rezept für eure Party (oder euch selber) sucht, könnt ihr eure Gäste (oder euch selber) mit diesen fiesen Monster-Burgern überraschen. Die Patties sind - wie soll es anders sein - aus Kürbis. Die Brötchen habe ich aus Dinkelmehl gebacken. Natürlich könnt ihr auch fertig gekaufte verwenden. Die Inspiration für die Deko habe ich auf Pinterest gefunden.


Zutaten

Für die Burger-Brötchen (ergibt 6-9 Stück):

125 g Dinkelmehl
125 g Dinkel-Vollkornmehl
1 EL brauner Zucker
1 TL Salz

150 ml Sojamilch
1 EL Olivenöl
1/2 Würfel frische Hefe (ca. 20 g)

Etwas Sojamilch zum Bestreichen
Nach Belieben Sesamkörner

Für die Kürbis-Burger (ergibt 6-9 Stück):

ca. 500 g Kürbis (ich habe Muskatkürbis verwendet)
1 Glas Kichererbsen
3/4 Tasse Kichererbsenmehl
3 EL Hafeflocken
1 Handvoll Kürbiskerne
1/2 - 1 TL Salz
etwas Pfeffer
1 TL Kurkuma
etwas Olivenöl zum Braten

Belag und Deko nach Belieben (hier eingelegte Gurken, Tomaten, Salat, veganer Käse wie Wilmersburger, Röstzwiebeln, Ketchup, vegane Mayo, Balsamico und Cherrytomaten für die "Augen")


Zubereitung

Für die Burgerbrötchen zunächst den Hefeteig vorbereiten. Dazu die flüssigen Zutaten mischen und die Hefe darin auflösen. Ein paar Minuten beiseite stellen. Die trockenen Zutaten ebenfalls vermischen. Dann zusammen mit der Hefemixtur mit den Knethaken eines Mixers einen Teig kneten. Dieser sollte noch etwas feucht sein, so dass er etwas an den Händen kleben bleibt. Eine Kugel formen, diese etwas mit Mehl bestäuben und mit einem Küchenhandtuch bedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.

Danach den Teig 1 - 2 cm dick ausrollen, je nach dem wie dick ihr eure Brötchen mögt (sie gehen natürlich noch weiter auf!). Mit einer runden Form oder einem Messer Kreise ausstechen und diese auf ein Backblech legen. Die Oberfläche mit Sojamilch bestreichen und ggf. mit Sesam bestreuen. Das Backblech mit dem Küchentuch abdecken und die Brötchen nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Im Anschluss bei 200°C Ober- und Unterhitze 10 bis 15 Minuten backen. Sie sollten nicht zu braun werden, dann sind sie zu fest!

Für die Burgerpatties zunächst den Kürbis schälen, entkernen, klein schneiden und kurz in Salzwasser weich kochen. Die Kichererbsen abgießen und gemeinsam mit dem Kürbis pürieren. Die Kürbiskerne grob hacken. Haferflocken, Kichererbsenmehl und Kürbiskerne zu dem Püree geben und vermischen, bis eine zähe Masse entsteht, die sich formen lässt. Mit den Gewürzen abschmecken. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, den Teig mit zwei Löffeln zu runden Klecksen formen und diese von beiden Seiten braten, bis ihr knusprige Patties habt.

Die Burger nach Belieben (gruselig) belegen.

Bon Appétit und Happy Halloween!


Indisches Blumenkohl-Curry mit Reis

Es ist mal wieder Zeit für ein indisch inspiriertes Curry. Mindestens ein Mal im Monat muss das sein. Entweder im Restaurant (die meisten indischen Restaurants kennen sich mit der veganen Küche aus und bieten - auf Anfrage - entsprechende Gerichte an) oder zuhause. Wenn die aromatischen Gewürze ihren Duft verbreiten, kann das nur die Laune heben. Und an trüben Herbsttagen kommt Farbe auf den Tisch!

In diesem Rezept spielt Blumenkohl die Hauptrolle. Zusammen mit Kartoffeln wird er in der würzigen Tomatensauce gekocht und mit frischem Koriander serviert. Dazu passt wie hier Basmatireis oder auch Fladenbrot.


Zutaten

1 kleine Zwiebel
2-3 EL Rapsöl
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Kurkuma
1/2 TL Chiliflocken
2 TL Koriander gemahlen
1 Daumengroßes Stück Ingwer
Salz & Pfeffer

3 größere Kartoffeln
1 kleiner Blumenkohl
200 ml passierte Tomaten
etwas Wasser

1 Handvoll frischer Koriander

1/2 Tasse Basmatireis
1 Tasse Wasser
Salz
3-4 Kardamomkapseln


Zubereitung

Die Zwiebel fein hacken und in dem Rapsöl in einer großen tiefen Pfanne glasig dünsten. Den Ingwer fein reiben. Mit den Gewürzen zu den Zwiebeln geben und rühren, bis sich das Aroma verbreitet.

Die Kartoffeln schälen und würfeln. Mit in die Pfanne geben, salzen und etwa 10 Minuten braten.

Den Blumenkohl waschen und in kleine Röschen teilen. Ebenfalls in die Pfanne geben und gut umrühren. Dann mit den passierten Tomaten ablöschen. Es sollte alles mit Flüssigkeit bedeckt sein. Ggf. etwas Wasser hinzufügen. Das Ganze mit Deckel etwa 20 - 25 Minuten garen lassen. Zwischendurch öfter umrühren.

Den Reis in der doppelten Menge Wasser aufkochen, salzen und 10 Minuten köcheln lassen. Die Kardamomkapseln unterheben. Danach die Hitze runter schalten, den Topf mit einem Küchenhandtuch und dem Deckel abdecken und den Reis noch etwas dampfen lassen.

Den Koriander klein hacken.

Wenn der Blumenkohl weich genug und die Kartoffeln gar sind, das Curry mit Salz, Chili und Pfeffer abschmecken und mit Koriander garniert servieren.

Bon Appétit!

Schneller Brotauflauf mit Tofu und mediterranem Gemüse

Dieser Brotauflauf stillt den Hunger auf die mediterrane Küche und ist schnell zubereitet. Statt Käse kommt in diesem Gericht würziger Tofu zum Einsatz. Sehr gut eignet sich z.B. der Philosophen-Tofu von Lord of Tofu oder der Basilikum- oder Oliven-Tofu von Taifun. Wer mehr Zeit hat, kann natürlich auch Naturtofu kaufen und ihn selbst einige Stunden in frischen Kräutern und Olivenöl marinieren.


Zutaten

2 Scheiben Brot (ich habe Dinkelbrot verwendet, aber auch Ciabatta passt sehr gut)
200 g mediterran gewürzter Tofu
4 große Tomaten
8 getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt)
1 gute Handvoll schwarze Oliven
1 Handvoll frischer Basilikum
etwas Olivenöl
Salz & Pfeffer


Zubereitung

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

Das Brot und den Tofu würfeln. Die Tomaten achteln. Mit den Oliven, getrockneten Tomaten und dem Basilikum in einer Auflaufform vermischen. Salzen und pfeffern. Etwas Olivenöl überträufeln. 

Etwa 20 Minuten im Ofen garen, bis das Brot schön kross wird. 

Bon Appétit! 


Vegane Auberginen-Zucchini-Lasagne mit Mandeltopping

Letzte Woche hatten wir Spaghetti ohne richtige Spaghetti, heute gibt es Lasagne ohne richtige Lasagnescheiben. Auberginen und Zucchini werden kurz angebraten und dann wie bei einer klassischen Lasagne abwechselnd mit Tomatensauce geschichtet. Statt mit Käse wird diese vegane Variante mit Mandelblättern "überbacken". Lecker!


Zutaten

2 Auberginen
1 mittelgroße Zucchini
Rapsöl zum Anbraten
Je 2 TL getrockneten Basilikum und Oregano
200 ml passierte Tomaten
ca. 3 EL Mandelblätter
Salz & Pfeffer


Zubereitung

Die Auberginen in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, diese nebeneinander ausbreiten und mit viel Salz bestreuen. Eine halbe Stunde liegen lassen, dann mit einem Küchenpapier abtupfen. So werden die Bitterstoffe entzogen und das Gemüse wird bekömmlicher und schmackhafter.

Die passierten Tomaten mit den Kräutern und etwas Salz bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Die Zucchini halbieren und in feine Scheiben hobeln. Die Auberginen und Zucchini von beiden Seiten in Rapsöl goldgelb anbraten und salzen.

Danach den Boden einer ofenfesten Form mit etwas Tomatensauce bedecken. Jeweils abwechselnd Auberginen, Zucchini und Tomatensauce wie bei einer Lasagne schichten. Obendrauf kommen die Mandelblätter. Das Ganze im Ofen bei 200°C ca. 15 Minuten lang backen. Mit frischem Pfeffer bestreuen und genießen.

Bon Appétit!

Zucchini-Spaghetti in Tomaten-Marinade

Ich hatte euch ja bereits in diesem Post Zucchini-Rezepte versprochen. Jetzt ist es endlich so weit. Spaghetti durch Zucchini zu ersetzen ist zwar keine Innovation mehr, schmeck aber immer wieder gut und ist vor allem für das Abendessen eine leckere low-carb Alternative. Ihr könnt das Gericht roh essen, wenn ihr mögt. Oder ihr schwenkt es kurz in der Pfanne an und habt eine warme Mahlzeit. ;)


Zutaten

2 Zucchini
2 Handvoll Cherry-Tomaten
1 Zwiebel
3 El (kaltgepresstes) Olivenöl
Salz & Pfeffer

optional: Pinienkerne, veganer Parmesan


Zubereitung

Die Zwiebel fein würfeln. Die Cherry-Tomaten vierteln. Mit einem Spiralschneider die Zucchini zu Spaghetti verarbeiten. Wer keinen Spiralschneider hat, kann alternativ mit einem Sparschäler Bandnudeln formen. Alles zusammen mit dem Olivenöl, Salz und Pfeffer in einer Schale vermengen und etwas ziehen lassen. Kalt genießen oder kurz in der Pfanne anschwitzen. Auf Wunsch mit gerösteten Pinienkernen und veganem Parmesan garnieren.

Bon Appétit!

Nachgekocht: Burani Bonjon / Auberginen mit Yoghurt

Weiter geht es mit einem weiteren Gericht aus der Kategorie Nachgekocht. Dieses Mal möchte ich euch eins meiner liebsten Kochbücher vorstellen: Veggiestan von Sally Butcher.* Die Rezepte sind zwar nicht alle vegan, aber vegetarisch und vegane Substitute sind ja in der Regel schnell gefunden. In diesem Fall habe ich z.B. einfach Sojayogurt anstatt Vollmilchyoghurt verwendet. Burana Bonjon oder auch Aubergine mit Yoghurt zählt schon seit einiger Zeit zu meinen Lieblingsgerichten. Durch das Schichten verbindet sich die würzige Auberginen-Tomaten-Mischung mit dem Kräuteryoghurt, wodurch ein herrlich lauwarmes Essen - perfekt für Sommerabende - entsteht.

Veggiestan hat sich dem "Zauber der orientalischen Gemüseküche" verschrieben. Auf knapp 300 Seiten finden sich jede Menge köstlicher Inspirationen, die uns kulinarisch in den Iran und dessen Nachbarländer entführen. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Gemüse: Von der Aubergine über die Kichererbse bis zur exotischen Kürbissorte. Begleitet natürlich von aromatischen Kräuter und Gewürzen. Reinschauen lohnt sich!

*Die deutschsprachige Version des Kochbuchs Veggiestan von Sally Butcher ist erschienen im Christian Verlag, München, 2012. 



Zutaten (leicht abgeändert vom Originalrezept) 

2 kleinere Auberginen
Salz
etwas Rapsöl zum Anbraten
1 kleine Zwiebel
1 TL Chiliflocken
1 TL Kurkuma
400 ml stückige Tomaten aus der Dose
ca. 200 ml Wasser (s. Zubereitung)
1 Handvoll frischer Koriander

250 ml Sojayoghurt
1 EL Zitronensaft
1 Handvoll frische Minze
Salz & Pfeffer


Zubereitung (leicht abgeändert vom Originalrezept) 

Die Aubergine in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und ordentlich salzen. Mindestens eine halbe Stunde stehen lassen, damit die Bitterstoffe entzogen werden. Danach mit einem Küchenpapier abtupfen.

Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Auberginen und die gehackte Zwiebel darin goldgelb anbraten.  Das dauert gut 10 Minuten. Mit Chiliflocken und Kurkuma würzen. Die gestückelten Tomaten dazu geben und gut umrühren. Jetzt soviel Wasser aufschütten, dass das Gemüse damit gerade bedeckt ist. Für 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Aufpassen, dass das Wasser nicht zu schnell verkocht! Den Koriander fein hacken und gegen Ende unterrühren. Etwas zur Dekoration beiseite stellen. Ggf. mit Salz abschmecken.

Inzwischen den Sojayoghurt mit Zitronensaft und gehackter Minze verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Zum Schluss das Auberginengemüse und den Yoghurt schichtweise auf einem Teller anrichten, mit Koriander bestreuen und servieren. Das Gericht schmeckt lauwarm und kalt.

Miracle Bowl mit Graupen, Rucola, gerösteten Tomaten und Chili-Bratkatoffeln

Als Miracle-Bowl werden in Foodie-Kreisen gerne Schalen mit bunt gemixten, ausgewogenen Zutaten bezeichnet. Dieses Gericht macht seinem Namen alle Ehre. Mit in Gemüsebrühe gekochten und mit veganem Parmesan verfeinerten Perlgraupen als Basis, im Ofen gerösteten Tomaten, frischem Rucola und Chili-Bratkartoffeln als Topping kommt italienisches Flair in ungewohnter, aber leckerer Kombination auf den Teller.


Zutaten

2 Handvoll bunte Cherrytomaten

100 g Perlgraupen
ca. 200 ml Gemüsebrühe
2 TL veganen Parmesan (optional)
Salz & Pfeffer

2 mittelgroße Kartoffeln
1 EL Olivenöl
1 TL Chiliflocken
Salz & Pfeffer

1 Handvoll frischen Rucola



Zubereitung

Die Cherrytomaten waschen, halbieren und im Ofen bei 200° C etwa 20-30 Minuten rösten.

Die Perlgraupen in der doppelten Menge Gemüsebrühe aufkochen und 30 Minuten garen lassen. Falls die Flüssigkeit zu wenig wird, noch etwas Brühe hinzugeben. Zum Schluss den veganen Parmesan unterheben und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und ca. 15-20 Minuten im Olivenöl mit den Chiliflocken knusprig braten. Salzen und pfeffern.

Den Rucola gründlich waschen.

Alles zusammen in zwei Schälchen anrichten und genießen.

Bon Appétit! 


Nachgekocht: Mexikanische Sopa Seca

Als ich vor einigen Wochen das Rezept für eine Sopa Seca auf www.ztstl.at sah, war mir direkt klar: Das muss ich nachkochen. Gesagt getan. Viel veganisiert werden musste gar nicht, ich habe lediglich die optionale Créme Fraiche durch Sojayogurt ersetzt. Ansonsten habe ich nur kleine Änderungen vorgenommen. Sopa Seca bedeutet übrigens so viel wie "trockene Suppe", was wohl daher kommt, dass alle Zutaten zusammen in einer Pfanne gekocht werden, wobei das Wasser langsam verdampft. Die Sopa Seca ist somit auch ein Paradebeispiel für den "One-Pot-Pasta"-Trend. Muss ich noch hinzufügen, dass sie einfach köstlich schmeckt?

Mit diesem Rezept möchte ich nun auch eine neue Rubrik auf Mangerella starten, die ich regelmäßig füttern werde: Nachgekocht. Hier zeige ich euch tolle Rezepte, die ich auf anderen Blogs, in Kochbüchern, Zeitschriften und Co. entdeckt habe und die ich euch nicht vorenthalten möchte.



Zutaten

200 g Spaghetti (ich habe Dinkelvollkorn-Spaghetti genommen)
1 EL Rapsöl
5-6 Tomaten
1 Zwiebel
400 ml Wasser
1 TL Chiliflocken
Salz & Pfeffer
1/2 Avocado
2 EL Sojayogurt


Zubereitung

Die Tomaten mit heißem Wasser übergießen, abschrecken und die Haut abziehen. Den grünen Stielansatz entfernen. Gemeinsam mit der Zwiebel fein prürieren.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Spaghetti darin im Rohzustand anbraten, bis sie rundherum braun, aber nicht schwarz werden. Die Konsistenz wird nun schon weicher. Dieser Vorgang beeinflusst den späteren Geschmack, also lasst euch nicht abschrecken!

Im Anschluss die passierten Tomaten, das Wasser und die Gewürze dazu geben. Achtet bei den Chili-Flocken wie immer auf euer persönliches Schärfeempfinden. Das Ganze jetzt ca. 25 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Passt auf, dass alle Nudeln immer mit Flüssigkeit bedeckt sind. Ggf. noch ein klein wenig Wasser dazu geben. Am Ende sollten die Nudeln bissfest und das Wasser mit den Tomaten zu einer Sauce verkocht sein. Nochmals gut umrühren und ggf. mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken.

Mit der in Streifen geschnittenen Avocado und je einem Klecks Sojayogurt servieren und genießen.

Bon Appétit!