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Veganes WM-Kochen 2014: Zusammenfassung

Deutschland ist Weltmeister! Mit einer freudigeren Nachricht lässt sich das WM-Kochen 2014 wohl kaum abschließen. Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Freude an den vielen veganen internationalen Rezepten der letzten Wochen, wie ich. Während die deutsche Elf gerade auf der Fanmeile in Berlin begrüßt wird, möchte ich nochmal Resümee ziehen. Hier sind alle Gerichte im Überblick:

Los ging es mit dem Gastgeberland Brasilien und veganer Feijoada.


Die Niederlande schafften es mit frischen Fritten und Joppiesaus auf Platz 3 der WM und auf Platz 1 der angeklickten Rezepte der WM-Koch-Aktion.


Das griechische Auberginengemüse mit lauwarmem Kritaraki-Nudelsalat zählt zu meinen persönlichen Favoriten.


Dass englische Hausmannskost auch vegan funktioniert, zeigte der Lancashire Hotpot. 


Aus die Locro de Papa aus Ecuador schmeckte einfach fantastisch und wird auf jeden Fall bald nachgekocht.


Der Iran vertrat die orientalische Küche mit Sabzi Pulao.


Weltmeisterlich lecker schmeckten die veganen Käsespätzle als Beitrag für Deutschland.


Für Südkorea kamen Glasnudeln mit Gemüse und Sesam auf den Tisch.


Typisch mexikanisch sind die Burritos, hier mit Süßkartoffel- und Bohnenfüllung.


Ex-Weltmeister Spanien verabschiedete sich nach der veganen Paella schon in der Vorrunde.


Italien überzeugte wenigstens kulinarisch und das mit klassischen Spaghetti ai tre pomodori.


Das Sushi natürlich auch ohne Fisch ganz wunderbar schmeckt, zeigte der Beitrag zu Japan.


Die Nachbarn aus der Schweiz wurden mit Röstis und Rüeblisalat gefeiert.


Nigeria kickte sich bis ins Achtelfinale. Auf den Teller kam der Blogger-Liebling Erdnuss-Eintopf mit Hirse.


Für die USA durfte nichts anderes als Hamburger auf den Tisch, hier mit veganem Patty auf Bohnenbasis.


Algerien überzeugte mit veganem Couscous mit Gemüse und brachte das deutsche Team zum schwächeln.  


Zum großen Finale gab es dann vegane argentinische Empanadas.


Und besonders freue ich mich, dass die Herrencréme als deutscher Nachtisch tatsächlich einen süßen Nachgeschmack hinterlassen hat! 


Hier auf Mangerella geht es natürlich auch nach der WM mit vielen veganen Rezepten weiter. Ich freue mich auf eueren nächsten Besuch! 

Veganes WM-Kochen 2014: FINALE Deutschland : Argentinien

Bevor in nur wenigen Stunden das Finalspiel dieser Fussballweltmeisterschaft angepfiffen wird, bleibt noch etwas Zeit für das große Finale des veganen WM-Kochens hier auf Mangerella. Dabei gibt es ausnahmsweise mal zwei Gänge: Ein Hauptgericht aus Argentinien und eine süße Nachspeise aus Deutschland. Auf dass den Deutschen auch heute Abend ein süßer Nachgeschmack bleibt. ;)

Empanadas sind vor allem in Süd- und Mittelamerika verbreitete Teigtaschen, die traditionell mit Gemüse und Fleisch gefüllt sind. Meine vegane Version kommt statt dessen mit gegrilltem Auberginenfleisch zum restlichen Gemüse aus. Statt eines aufwendigen Teiges habe ich zu veganem Vollkorn-Blätterteig in Bio-Qualität aus der Tiefkühltruhe gegriffen.

Mit der Herrencréme verrate ich euch ein altes Rezept meiner Familie aus dem Münsterland, das bei uns eigentlich traditionell an Weihnachten serviert wird. Beim aktuellen Regenwetter hier in Süddeutschland schmeckt die (hier natürlich veganisierte) Créme aus Sahne, Vanilliepudding, Rum und Schokoladensplittern aber auch im "Hochsommer".


Zutaten für die argentinische Empanadas (ergibt 8 Stück, reicht für 2 Personen)

6 Scheiben TK-Vollkorn-Blätterteig aus dem Bioladen

1 große Aubergine

Etwas Olivenöl
1 Zwiebel
1/2 rote Paprika
10 grüne Oliven
1 kleine Chili
1 Tomate
1 EL Rosinen
1 TL Oregano
1/2 TL Paprikagewürz
1/2 TL Chiliflocken
Salz & Pfeffer
ca. 1 TL Zitronensaft

Etwas Sojamilch (2-3 TL)

Zunächst die Aubergine waschen, ein paar Mal mit dem Messer einstechen und im Backofen mit der Grillfunktion ca. 90 Minuten auf oberster Einschubhöhe grillen, bis sie rundherum fast schwarz ist. Das "Einstechen" ist wichtig, da sie sonst platzen könnte. Zwischendurch mal umdrehen.

Den Blätterteig kurz antauen lassen.

Die Zwiebel und Chili fein hacken und in Olivenöl (glasig) dünsten. Die Paprika klein würfeln und dazu tun. Die Oliven ggf. entkernen, in kleine Stücke schneiden und ebenfalls in die Pfanne geben. Alles ca. 10-15 Minuten brutzeln lassen.

Die Aubergine aus dem Ofen nehmen und aufschneiden. Das Innere sollte jetzt so weich sein, dass ihr es einfach mit einer Gabel von der Schale abziehen könnt. Die Masse in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen.

Von der Tomate das wässrige Innere entfernen und den Rest klein würfeln. Gemeinsam mit dem Auberginenmus und den Rosinen in die Pfanne geben und würzen. Achtet darauf, dass es euch nicht zu scharf wird! Mit Zitronensaft abschmecken.

Aus dem Blätterteig 6 Kreise ausschneiden. Die Überbleibsel vom Rand nochmals ausrollen. Daraus bekam ich noch 2 Kreise. (Ggf. etwas Mehl dazu nehmen.)



Dann je einen guten EL der Gemüsemischung in die Mitte der Blätterteigkreise geben. Zu einem Halbkreis zusammenfalten und die Ränder gut andrücken. Empanada-Profis falten den Rand jetzt kunstvoll zusammen. Das habe ich auch probiert, nur leider hat sich der Blätterteig beim Backen etwas selbstständig gemacht und der Rand ist wieder aufgegangen. Dem Geschmack tut das zum Glück keinen Abbruch. ;) Bevor die Teigtaschen in den Ofen gehen, könnt ihr sie noch mit etwas Sojamilch einpinseln. Bei 200° C Ober- und Unterhitze auf mittlerer Schiene ca. 30-35 Minuten braun backen.

Bon Appétit!


Zutaten für die vegane Herrencréme (1 große Schüssel für mindestens 4 Personen)

1 Päckchen Vanillepuddingpulver (vegan, z.B. von Alnatura)
500 ml Sojamilch
40-50 g Rohrzucker
250 ml Soja-Schlagsahne (Menge vor dem Schlagen)
3-4 EL Rum
100 g vegane Zartbitterschokolade


Zubereitung

Den Vanillepudding nach Packungsanweisung mit der Sojamilch und dem Zucker zubereiten und abkühlen lassen. Danach mit Rum abschmecken. Die Sojasahne aufschlagen und untermischen. Die Schokolade fein hacken, etwas für die Dekoration beiseite lassen und den Rest sorgfältig unterheben. Am besten schmeckt die Créme, wenn sie einen Tag im Kühlschrank durchziehen konnte!

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Algerien - Couscous mit Gemüse

Dieses Gericht aus Algerien bildet heute den letzte WM-Kochen-Beitrag vor dem großen Finale. Couscous ist in der nordafrikanischen Küche sehr beliebt. Statt die kleinen Kügelchen aus Hartweizengries auf dem Herd zu kochen, werden sie einfach mit kochendem Wasser oder Brühe übergossen und quellen gelassen. Das frische Gemüse in diesem Gericht ist mit ganz vielen aromatischen Kräutern gewürzt und bringt so eine wahre Geschmacksexplosion.


Zutaten

Olivenöl zum Anbraten
1 Zwiebel
1-2 Möhren (je nach Größe)
1 (recht kleine) Zucchini
1 Handvoll Kichererbsen (aus dem Glas)

2 EL Tomatenmark
1 TL Kreuzkümmel
1-2 Zimtstangen
1/4 TL Cayennepfeffer
1/4 TL Kurkuma
1/4 TL Koriander gemahlen
3 Kardamomkapseln
Salz & schwarzer Pfeffer

1 Handvoll kleine Strauchtomaten

100 g Couscous und die doppelte Menge Gemüsebrühe


Zubereitung

Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden und diese halbieren. Dann in einer mittelgroßen Pfanne in etwas Olivenöl glasig braten. Die Möhre schälen und ebenso wie die Zucchini in zylindrische Stücke schneiden. Die Kichererbsen abtropfen lassen und abspülen. Alles mit in die Pfanne geben und 5 Minuten mitbraten. Danach die Gewürze und das Tomatenmark dazu geben. Weitere 10 Minuten braten und zwischendurch immer wieder gut umrühren. (Die Möhren bleiben so noch recht knackig, wer das nicht mag, kann sie vorher kurz in Salzwasser weich kochen.)

Den Couscous in der doppelten Menge Gemüsebrühe aufkochen, vom Herd nehmen und 10 Minuten quellen lassen. Danach mit Salz abschmecken.

Zum Schluss die geviertelten Tomaten unter das Gemüse rühren und kurz mitbraten lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Couscous auf einen Teller geben und das Gemüse darauf verteilen. Mit einer Zimtstange garniert servieren.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: USA - Veggie-Burger auf Bohnenbasis

Die Fussball-Weltmeisterschaft neigt sich dem Ende zu und so auch das WM-Kochen. Zum Thema USA musste noch mal etwas richtig Herzhaftes auf den Tisch. Diese veganen Burger haben ein Patty aus verschiedenen Bohnen und Kichererbsen, verfeinert mit frischer Petersilie. Für viel Eisen ist somit gesorgt. Sehr lecker dazu schmecken bestimmt auch die niederländischen Fritten.



Zutaten

Für die Patties (ergibt ca. 3 Stück)

1 rote Zwiebel
1 Dose gemischte Bohnen und Kichererbsen (z.B. von Rapunzel)
1/4 TL Cayennepfeffer
1/4 TL Paprikagewürz
1/4 TL Koriander gemahlen
2 EL gemischte Kerne (Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, o.ä.)
2 EL Haferflocken
1 Handvoll gehackte frische Petersilie
Salz & Pfeffer
Olivenöl

Für die Burger-Sauce:

2 EL Ketchup (am besten in Bioqualität)
1 EL Senf 
2 EL Sojasahne
1 EL Gewürzgurken-Wasser

Sonst noch:

3 vegane Burgerbrötchen mit Sesam
3 Scheiben Tomate
3 große Salatblätter
3 Gewürzgurken (in dünne Scheiben geschnitten)
Röstzwiebeln
ggf. noch mehr Ketchup und vegane Mayo 



Zubereitung

Die Zwiebel fein hacken und in einem Topf in etwas Olivenöl 5 Minuten lang anbraten. Die Bohnen abgießen und dazu geben. Mit Cayennepfeffer, Paprika und Koriander würzen. Einrühren und 2-3 Minuten weiter braten.

In der Zwischenzeit die Kerne grob und die Haferflocken fein mahlen.

Den Topf vom Herd nehmen, Haferflocken und Kerne einrieseln lassen und die Masse mit einem Kartoffelstampfer sorgfältig zerstampfen / vermischen. Zum Schluss die gehackte Petersilie unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Mit sauberen Händen die Burgerpatties aus der Masse formen. Von beiden Seiten etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze knusprig braten.

Für die Sauce alle Zutaten in einer kleinen Schüssel verrühren und abschmecken.

Die Burgerbrötchen halbieren und antoasten. Dann mit Burgersauce, Patties, Salat, Tomaten, Gurken, Röstzwiebeln und nach Belieben Ketchup & Mayo belegen.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Nigeria - Erdnusseintopf mit Hirse

Spätestens seit gestern wissen wir wohl, dass sich in dieser Weltmeisterschaft nichts vorhersehen lässt. Was war das bloss für ein Spiel? Gut, dass wir uns vorher mit diesem einfachen, leckeren und nährstoffreichen Gericht gestärkt haben. So lies es sich noch besser jubeln. ;) Der afrikanische Erdnusseintopf ist zweifelsohne ein großer Bloggerliebling, ihr werdet online vieeele Rezepte finden. Diese Version ist passend zum WM-Thema besonders von der nigerianischen Küche inspiriert.


Zutaten (ergibt ca. 3 Portionen)

1 Zwiebel
etwas Rapsöl zum Anbraten
1 große Süßkartoffel
1/2 Glas Kidneybohnen
2 EL Mais
2 EL Erdnussmus
150 ml passierte Tomaten
150 ml Gemüsebrühe
1 Msp. Cayennepfeffer
1 Handvoll TK-Spinat
Saft einer halben großen Zitrone
Salz & Pfeffer

1 Tasse Hirse
2 Tassen Gemüsebrühe
1/4 TL Salz


 Zubereitung

Die Hirse gründlich abspülen und ca. 1 Stunde lang in Wasser einweichen.

Die Zwiebel fein hacken und in einer beschichteten großen Pfanne in Öl ca. 5 Minuten lang anbraten. Die Süßkartoffel schälen und klein würfeln. Mit in die Pfanne geben und weitere 7 Minuten braten. Die abgetropften Kidneybohnen und den Mais dazu geben. Passierte Tomaten und Erdnussmuss einrühren und mit Cayennepfeffer, etwas Salz und Pfeffer würzen. Den TK-Spinat dazutun. Mit Gemüsebrühe ablöschen und 10 - 15 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch öfter umrühren. Wenn die Konsistenz zu fest wird, etwas mehr Brühe oder passierte Tomaten ergänzen. Zum Schluss den Zitronensaft einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit die Hirse abgießen und in der gesalzenen Brühe ca. 10 Minuten lang kochen, bis die meiste Flüssigkeit verdampft ist. Dann bei geringster Hitze weitere 10 Minuten quellen lassen.

Alles zusammen auf einem Teller anrichten und genießen.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Schweiz - Rösti mit Rüeblisalat

Endlich geht das WM-Kochen weiter. Heute führt es uns in ein weiteres Nachbarland: Die Schweiz. Da darf natürlich der klassische Rösti nicht fehlen. Ganz ohne Schnick-Schnack, nur aus Kartoffeln, mit Salz & Pfeffer gewürzt. Für noch mehr Vitamine sorgt der Rüeblisalat mit einem Dressing aus Soja-Sahne und Zitrone.


Zutaten 

Für die Rösti (ergibt 4-5 mit ca. 20 cm Durchmesser)

900 g festkochende Kartoffeln 
Salz & Pfeffer
Rapsöl zum Anbraten

Für den Rüeblisalat

2 große Möhren
2 TL Soja-Sahne
2 TL Wasser
1 TL Zitronensaft
Salz & Pfeffer
optional: ein paar Walnüsse oder Haselnüsse zum Überstreuen 


Zubereitung

Die Kartoffeln schälen und klein reiben. In einer Schüssel mit Salz und Pfeffer würzen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Rösti darin von beiden Seiten goldgelb braten (ca. 7 Minuten pro Seite). Die fertigen Rösti können im Ofen bei ca. 100 Grad warm gehalten werden, bis die restlichen gar sind.

Für den Salat die Möhren schälen und ebenfalls klein reiben. Die flüssigen Zutaten vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles verrühren und mit Nüssen garniert servieren.

Bon Appétit! 

Veganes WM-Kochen 2014: Japan - Sushi

So langsam lichtet sich das Feld der WM-Teilnehmer. Doch obwohl Japan bereits in der Gruppenphase ausgeschieden ist, lassen wir uns heute ein landestypisches Gericht schmecken. Was liegt da näher, als Sushi? In diesem Fall in Form von Makis und California-Rolls. Natürlich ohne Fisch!


Zutaten (für 2-3 Personen)

1 Tasse Sushi Reis
2 Tassen Wasser
3 TL Reisessig
1 TL Zucker
1/2 TL Salz

6 Nori-Blätter

1/2 Avocado
1 kleine Gurke
1 Möhre
1/2 gelbe Paprika
Schwarzen & hellen Sesam
(man kann beim Gemüse natürlich variieren, bzw. noch Tofu dazu nehmen)

Eingelegten Ingwer
Wasabi
Soja-Sauce


Zubereitung

Den Reis gut abspülen, mit der doppelten Menge Wasser kurz aufkochen und dann bei geringer Hitze ca. 20 Minuten garen lassen. Danach noch mindestens 5 Minuten im Topf stehen lassen.

Reisessig, Zucker und Salz in einem kleinen Schälchen verrühren. Dann den Reis in eine flache Schüssel (oder Hangiri) geben und die Essigmischung durchziehen. Abkühlen lassen.

Inzwischen das Gemüse ggf. schälen in in schmale Streifen schneiden.

Eine Bambusmatte von beiden Seiten mit Frischhaltefolie bedecken, damit sie sich später leichter reinigen lässt.

Für die Maki ein Nori-Blatt auf die Matte legen und mit feuchten Händen zu 3/4 dünn mit Reis bedecken. Zum Rand hin ca. 1 cm frei lassen. Den Reis in der Mitte längs mit Gemüse und/ oder Sesam nach Geschmack belegen. Von der Seite mit dem Rand (oben im Bild) beginnen zu rollen und dabei leichten Druck ausüben. Die Rolle mit einem sehr scharfen Messer in 6-8 mundgerechte Stücke schneiden.

Für die California-Rolls genau wie bei den Makis das Nori-Blatt mit Reis bedecken. Die raue Seite sollte nach oben zeigen. Dann mit Sesam bestreuen und diesen leicht mit der Handfläche andrücken. Das Blatt am kürzeren Ende fassen, abziehen und vorsichtig umdrehen, so dass die grüne Seite nach oben schaut. Das Stück über dem Reis mit Gemüse belegen. Dann vorsichtig rollen und in Stücke schneiden.

Auf einem Teller anrichten und mit Soja-Sauce, Wasabi und Ingwer servieren.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Italien - Spaghetti ai tre pomodori

Eigentlich wollte ich als nächstes ein japanisches Gericht posten. Da ich jedoch am Wochenende unterwegs war und gestern Abend nur wenig Zeit zum Kochen hatte, gab es erstmal italienische Küche. Spaghetti ai tre pomodori. Dieses Gericht kenne ich aus einem meiner liebsten italienischen Restaurants: Dem "Il pomodore" in Valencia, Spanien. ;) Es besteht, wie der Name schon sagt, aus drei Sorten Tomaten, schmeckt sommerlich fruchtig frisch und geht relativ schnell.


Zutaten

1 Handvoll Cherry-Tomaten

1 kleine Zwiebel
1 große Ochsenherz-Tomate
1 Handvoll in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
100 ml passierte Tomaten
Salz & Pfeffer

200 m Spaghetti
Reichlich Salzwasser

Ggf. frischen Basilikum und veganen Parmesan


Zubereitung

Den Backofen auf 200° C Ober- und Unterhitze vorheizen. Cherry-Tomaten halbieren und mit der geschnittenen Seite nach oben zeigend auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Im Ofen 20 Minuten lang rösten.

Die Zwiebel fein hacken und in etwas Olivenöl in einem Topf ca. 5 Minuten lang anbraten. Die Ochsenherz-Tomate in kleine Stücke würfeln und zusammen mit den passierten Tomaten zu den Zwiebeln geben, leicht salzen und alles 20 Minuten köcheln lassen. Dabei öfter Umrühren und die Tomatenstücke mit dem Kopflöffel etwas zerdrücken.

In einem anderen Topf reichlich Salzwasser aufkochen und die Spaghetti nach Packungsanweisung darin garen.

Die getrockneten Tomaten abtropfen lassen und in dünne Streifen schneiden. Kurz vor Ende der Kochzeit zu der Tomatensauce geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Cherry-Tomaten und die fertigen Spaghetti unter die Sauce rühren und noch 1- 2 Minuten mitköcheln lassen.

Dann auf einem Teller anrichten und ggf. mit Basilikum und veganem Parmesan garnieren.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Spanien - Paella

Viele Spanier würden diese WM wohl am liebsten direkt aus dem Gedächtnis streichen. Doch auch wenn es mit dem Fußball diesmal nicht so richtig klappen wollte - Kochen können sie. Mein Beitrag zum Land ist eine vegane Paella mit viel frischem Gemüse und leckeren Gewürzen. Da kann den Spaniern auch niemand die Favoritenrolle nehmen.



Zutaten

Olivenöl zum Anbraten
1 Zwiebel
1/2 gelbe Paprika
1 handvoll bunte Minipaprika (oder 1/2 rote Paprika)
1 kleine Fenchelknolle

1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Paprikagewürz
1/4 TL Cayennepfeffer
2-3 Lorbeerblätter

150 g Rundkornreis

100 ml Sherry
1/4 TL Safran

500 ml Gemüsebrühe
1/3 TL Salz

1 kleine Handvoll grüne Bohnen
1 kleine Handvoll schwarze Oliven
1 kleine Handvoll Cherry-Tomaten
1 Handvoll frische Petersilie

1/2 Zitrone


Zubereitung

Die Zwiebel klein hacken und in einer mittelgroßen Pfanne in Olivenöl ca. 5 Minuten lang anbraten. 

Die gelbe Paprika in Streifen schneiden, den Fenchel erst in Scheiben, dann ebenfalls in Streifen schneiden. Zusammen mit den Mini-Paprika (bzw. der zerkleinerten roten Paprika) in die Pfanne geben und etwa 8 Minuten braten, bis das Gemüse leicht goldbraun und weich wird. Leicht salzen.

Die Lorbeerblätter und die Gewürze unterrühren. Den Reis dazutun und gut umrühren. 2 Minuten braten lassen, dann mit Sherry ablöschen, mit Safran würzen und 1 Minute ziehen lassen. Gemüsebrühe und Salz hinzufügen und alles bei leichter Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Nicht umrühren! Falls die Brühe zu schnell verkocht, noch etwas Wasser dazugeben.

In der Zwischenzeit die Oliven abgießen, die Bohnen zerkleinern und die Tomaten halbieren oder vierteln. Petersilie klein hacken. Die Zitronenhälfte in Scheiben schneiden.

Nach den 20 Minuten die Hitze auf ein Minimum reduzieren und die Paella mit Bohnen, Oliven, Tomaten und Petersilie belegen. Mit einem Deckel (oder zur Not Alufolie) bedecken und 10 Minuten ziehen lassen.  

Zum Schluss noch mit Zitronenscheiben garnieren.

Bon Appétit! 


Veganes WM-Kochen 2014: Mexiko - Burritos

Seit gestern stehen die ersten Achtelfinal-Begegnungen fest. Mit dabei: Mexiko. Das feiert man am besten mit frischen Burritos. Hier gefüllt mit einer pikanten Bohnen-Mais-Mischung, veganer Sour-Cream, würzigem Süßkartoffelpüree, Avocado und viel Koriander.


Zutaten

4 Weizentortillas (so groß wie möglich!)

1 Süßkartoffel
1/2 TL Koriander gemahlen
Salz & Pfeffer

1 rote Zwiebel
Rapsöl zum Anbraten
200 g weiße Bohnen aus der Dose / dem Glas
200 g Kidneybohnen aus der Dose / dem Glas
3 EL Mais
4 EL passierte Tomate
1 grüne Chili
1/2 TL Koriander gemahlen
einige Spritzer Tabasco
evtl. Chiliflocken zum Nachschärfen
Salz & Pfeffer

1/2 Avocado
4 EL veganer Sauerrahm
1 Handvol frischer Koriander 


Zubereitung

Die Süßkartoffel schälen und klein schneiden. Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Kartoffelstücke darin ca. 10 Minuten lang garen, bis sie weich sind.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein hacken und in einer Pfanne in etwas Öl 5 Minuten lang anbraten. Die Chili von den Kernen befreien und in dünne Ringe schneiden. Dann zusammen mit den Bohnen und dem Mais zu den Zwiebeln geben. Kurz mitbraten. Alles mit den passierten Tomaten ablöschen und mit gemahlenem Koriander, Tabasco, Salz, schwarzem Pfeffer und ggf. noch mehr Chili abschmecken. Die Mischung sollte schön scharf schmecken.

Nach der Kochzeit die Süßkartoffeln abgießen. Eine kleine Menge Wasser im Topf lassen. Die Kartoffelstücke darin mit einem Kartoffelstampfer zu Püree verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Koriander würzen.

Die Acovado schälen und in dünne Streifen schneiden. Den Koriander waschen und klein hacken.

Die Weizentortillas könnt ihr vor dem Verarbeiten kurz in die Mikrowelle legen (einzeln für je ca. 40 Sekunden). Dann lassen sie sich besser rollen.

Die Mitte der Tortillas zunächst mit je ca. 1 EL Sauerrahm bestreichen. Danach das Süßkartoffelpüree und die Bohnenmischung dazu geben. Zum Schluss die Avocadoscheiben auflegen und alles mit reichlich Koriander bestreuen.

Jetzt kommt der Tricky-Part: das Rollen. Wenn ihr große Tortillas habt und etwas mit der Füllung gegeizt habt, sollte es einfach gehen. Zunächst die obere und untere Seite des Tortillas etwas nach innen klappen. Dann einen Seitenrand nehmen und alles zusammen rollen. Bei Youtube gibt es dazu viele Videos. ;) Meine Tortillascheiben waren leider etwas klein, weshalb das Rollen nicht so gut gelungen ist. Geschmeckt hat es aber trotzdem. :)

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Südkorea - Glasnudeln mit Gemüse und Sesam

Angekommen in Gruppe H haben wir uns jetzt ein Mal quer durch die Gruppenphase gekocht. Heute gibt es ein südkoreanisch inspiriertes Gericht mit Glasnudeln, viel Gemüse, Sesam und frischen Kräutern. Das perfekte Abendessen nach einem tollen Sommer-Sonntag in der Natur. Geht schnell, sieht toll aus und schmeckt köstlich!



Zutaten

100 g Glasnudeln
2 Möhren
1-2 Frühlingszwiebeln
1 Handvoll Shiitake-Pilze
Sesamöl zum Anbraten
etwas Salz
1 rote Chili
1 daumengroßes Stück Ingwer
3 EL Sojasauce
1/2 TL braunen Zucker
Ein paar Spritzer Zitronensaft
1 Handvoll Koriandergrün
Je 1 TL schwarzen und hellen Sesam


Zubereitung

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Glasnudeln darin ca. 5 Minuten lang garen. Danach Abgießen, gut mit kaltem Wasser abspülen und beiseite stellen.

Die Möhre schälen und in dünne Stifte schneiden. Die Pilze putzen und etwa sechsteln. Die Frühlingszwiebel und die Chili (nach dem Entfernen der Kerne) in dünne Ringe hacken. Den Ingwer schälen und fein würfeln.

Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Möhrenstifte, Frühlingsziebeln (wer mag, kann ein paar Ringe zum Garnieren aufbewahren), Ingwer und Chili darin 5 Minuten lang anbraten. Leicht salzen. Dann die Pilze dazu tun und weitere 5 Minuten lang braten. Mit 1 EL Sojasauce ablöschen, den Zucker einrieseln lassen und einrühren.

Die gekochten Glasnudeln mit in die Pfanne geben, die restliche Sojasauce und ein paar Spritzer Zitronensaft dazu geben. Gut umrühren, bis sich alle Zutaten vermischen. Ggf. noch mit etwas Salz, Zucker oder Zitronensaft abschmecken. 2 - 3 Minuten in der Pfanne ziehen lassen, dann den Sesam und frischen Koriander unterheben und sofort servieren.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Deutschland - "Kässpätzle"

Passend zum zweiten Deutschland-Spiel der WM diesen Abend gibt es heute meinen Beitrag zum Heimatland. Ehrlich gesagt fiel mir das gar nicht so leicht, denn deutsche Gerichte kommen bei uns gar nicht oft auf den Tisch. Als Wahlschwäbin habe ich mich für Kässpätzle entschieden. In der veganen Variante natürlich ohne Kuhmilchprodukte, sondern mit einer käseähnlichen Sauce aus Cashews und Hefeflocken. Wenn man keine Lust hat die Spätzle selbst zu schaben, kann man sie übrigens auch vegan fertig kaufen.



Zutaten

Für die Spätzle:

200 g Mehl
125 ml Wasser
1 EL Sojamehl
1/2 TL Salz

Etwas Öl zum Anbraten

Für die vegane Käsesauce:

1/4 Tasse Cashewkerne
ca. 100 ml Wasser 
1 TL Zitronensaft 
1 EL Hefeflocken
1/2 TL Senf
1/4 TL Salz
Pfeffer
Ggf. etwas Kurkuma für die Farbe

Frische Kräuter (z.B. Petersilie und Schnittlauch) und Röstzwiebeln zum Garnieren 


 Zubereitung

Als erstes solltet ihr die Cashewkerne in etwas Wasser einweichen. Nach 2 Stunden lassen sie sich mit einem herkömmlichen Pürierstab gut pürieren, wenn ihr ein leistungsstarkes Gerät habt, funktioniert es auch schon ehr.

Für den Spätzleteig das Sojamehl mit dem Wasser verrühren, bis es sich auflöst. Dann alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten.

Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Dann den Herd runter schalten, bis es nicht mehr blubbert. Den Spätzleteig auf ein angefeuchtetes Holzbrett legen und den Teig mit einem Messer oder Schaber nach vorne hin glatt ziehen. Etwas Wasser dazu nehmen, falls die Masse zu fest ist. Dann das Brett über den Topf halten und mit dem Messer / Schaber nach und nach kleine Teigstücke abziehen und ins Wasser fallen lassen. Weiter machen, bis der gesamte Teig zu Spätzle verarbeitet ist. Schwimmen diese an der Oberfläche, sind sie gar. Zur Sicherheit könnt ihr trotzdem mal probieren. Mit einem Spaghettilöffel abschöpfen und beiseite stellen.

Danach etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Spätzle darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit die Cashewkerne abgießen und mit den anderen Zutaten für die "Käsesauce" pürieren. Ggf. eine Prise Kurkuma für die gelbe Farbe dazu tun. Ebenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Sauce mit in die Pfanne geben und 1 - 2 Minuten gut einrühren.

Die Spätzle mit gehackten Kräutern und Röstzwiebeln garniert servieren.

Bon Appétit!