Veganes WM-Kochen 2014: Brasilien - Feijoada mit Salat und Orangen-Reis


Na, seid ihr schon im Fußball-Fieber? Heute geht es lohooos! Und um die Weltmeisterschaft im wahrsten Sinne des Wortes voll auszukosten, möchte ich ein WM-Kochen veranstalten. Natürlich vegan! Das heißt: In den nächsten vier Wochen geht es hier auf Mangerella ziemlich international zu. Geplant ist, mindestens zwei landestypische Gerichte pro Teilnehmergruppe zu kochen und zu präsentieren. Wenn ihr Lust habt, macht doch einfach mit und verlinkt eure Rezepte in den Kommentaren! Angepfiffen wird heute mit dem Gastgeber-Land: Brasilien!


Für Brasilien habe ich das Gericht Feijoada ausgewählt - was eigentlich alles andere als vegan ist. Normalerweise wird der Bohneneintopf mit Tonnen von Fleisch aufgefüllt. Das muss aber nicht sein! In diesem Rezept habe ich statt dessen knackige Champignon verwendet.

Zutaten

Für die Feijoada:

1 Zwiebel
1 Dose Kidneybohnen
1 großzügige Handvoll Champignons
1 Spritzer Balsamico-Essig (oder Rotwein)
200 ml Gemüsebrühe
1 Messerspitze Cayennepfeffer
1/4 TL Paprikapulver
1 Lorbeerblatt
Salz & Pfeffer
etwas Öl zum Anbraten

Für den Orangenreis:

1/2 Tasse weißen Reis
1 Tasse Wasser
1/4 TL Salz
Saft einer Orange

Sonst noch:

1-2 feste Banane(n)
1/4 TL Currypulver
1/4 TL Paprikapulver
etwas Cayennepfeffer
grünen Salat nach Belieben


Zubereitung

Die Zwiebel fein hacken und in etwas Öl in einem mittelgroßen Topf anbraten, bis sie glasig wird. Die Kidneybohnen gut abtropfen lassen und in den Topf geben. Kurz mitbraten und dann mit einem großzügigen Spritzer Balsamico-Essig (oder Rotwein) ablöschen. Mit Gemüsebrühe auffüllen, die Gewürze und das Lorbeerblatt dazugeben und bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 30 Minuten leicht köcheln lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.

In einem anderen Topf den Reis mit dem Salz-Wasser aufkochen und je nach Reissorte gar kochen. Bei Basmatireis dauert es ca. 10 -15 Minuten. Auch hier zwischendurch umrühren. Kurz vor Ende der Garzeit den Orangensaft unterheben.

Die Pilze putzen und klein schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und sie darin ca. 10 Minuten lang knackig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit den Salat gründlich waschen und klein schnippeln. Die Banane schälen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden.

Kurz bevor der Bohnentopf fertig ist, die Pilze unterrühren. In der Pilzpfanne könnt ihr jetzt noch schnell die Bananen mit dem Curry- und Paprikapulver, Cayennepfeffer und etwas Öl anbraten. 

Zum Schluss alles nebeneinander auf einem Teller anrichten und mit einer Orangenscheibe  und den gebratenen Bananen garnieren.

Bon Appétit! 


Weiter geht es bald mit einem Kandidaten aus Gruppe B! 

Dinkelflammkuchen mit grünem Spargel, Zucchini und Babyspinat

Die Spargelsaison neigt sich leider schon wieder dem Ende zu. Mit diesem schnellen Flammkuchen könnt ihr die leckeren Stängel noch einmal richtig feiern und gleichzeitig die eine weitere saisonale Zutat auf dem Teller begrüßen: Frischen Spinat.


Zutaten

Für den Teig:

200 g Dinkelmehl
1 EL Olivenöl
110 ml Wasser
etwas Salz

Für den Belag:

250 g grüner Spargel
2 Hände voll Babyspinat
1/2 Zucchini
einige schwarze Oliven
100 g veganer Sauerrahm
Salz und schwarzen Pfeffer


Zubereitung

Alle Zutaten für den Teig in einer großen Schüssel gut mit den Händen verkneten bis eine glatte, einheitlich Masse entsteht.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Das Gemüse waschen. Vom Spargel die unteren Enden entfernen. Die Zucchini halbieren und in Scheiben schneiden.

Den Teig dünn ausrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit dem Sauerrahm bestreichen. Das Gemüse darauf verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Im Ofen für ca. 10 - 15 Minuten backen, bis der Boden schön kross ist. Warm oder kalt genießen.

Bon Appétit!


Indisches Auberginencurry

Indische Currys sind für mich das beste Soul-Food überhaupt. Nichts Essbares macht glücklicher! Falls ihr also schlechte Laune oder bei den sommerlichen Temperaturen einfach Lust auf Urlaubsfeeling auf dem Teller habt, kann ich das Nachkochen dieses Gerichtes wärmsten empfehlen!


Zutaten

1 große Aubergine
2 Dosen gestückelte Tomaten
1 Handvoll frische Korianderblätter
etwas Öl zum Anbraten
Salz & Pfeffer

Gewürzmischung:

1/2 TL helle Senfkörner
1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL Chiliflocken (je nach Schärfegrad und Geschmack mehr oder weniger)
1 TL Garam Masala
1 TL Koriander gemahlen
2 EL Tomatenmark
ca. 3 - 4 EL Wasser

Zubereitung

Die Aubergine zunächst in ca. 1 cm dicke Schnieben schneiden, mit viel Salz bestreuen und eine halbe Stunde ziehen lassen. So werden die Bitterstoffe rausgezogen. Danach die Flüssigkeit, die sich auf den Scheiben gebildet hat sowie das überschüssige Salz mit einem Küchenpapier abtupfen. Die Auberginen in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.

In einer tiefen Pfanne etwas Öl erhitzen und die Auberginen darin ca. 10 - 15 Minuten anbraten, bis sie weich werden. Im Anschluss die Inhalte beider Dosen Tomaten hinzufügen und gut umrühren. Etwas salzen und alles noch etwa 10 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Senfkörner und den Kreuzkümmel in einer kleinen Pfanne ohne Fett erhitzen, bis sie anfangen zu duften. Dann zusammen mit dem Chili, Garam Masala und gemahlenem Koriander in einen Mörser geben und alles gut zerstoßen / vermengen. Die Mischung zurück in die Pfanne geben, nochmal heiß werden lassen und Tomatenmark plus Wasser hinzufügen. Gut umrühren, bis eine homogene Paste entsteht.



2 - 3 Minuten vor Ende der Kochzeit der Auberginen-Tomaten-Pfanne die Gewürzmischung dazugeben und gut unterrühren. Ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischem Koriander garniert servieren und genießen.

Bon Appétit!

P.S.: Die Laune schon beim Kochen steigern kann das neue Album 48:13 von Kasabian, das ihr zurzeit hier kostenlos streamen könnt. :)

Thailändische Tom Kha Suppe aus Kokosmilch

Die meisten Suppen schmecken mir in der kalten Jahreszeit am besten. Eine Ausnahme macht allerdings diese vegane Version der thailändischen Tom Kha Suppe. Mit fruchtig-schwarfer Ingwernote, frischem Gemüse und leckerer Kokosmilch ist sie ein perfektes Abendessen für laue Sommerabende. 


Zutaten

1 Dose Kokosmilch in Bioqualität (400 ml)
ca. 200 ml Wasser
1 TL Galantpulver
1/2 TL Chiliflocken (je nach Schärfegrad mehr oder weniger!)
1/2 TL gemahlener Koriander
1/2 TL gemahlener Ingwer (oder frischen Ingwer)
Salz & schwarzer Pfeffer
3-4 Stangen grüner Spargel
3-4 Champignons 
1 große Möhre
1 Japanisches Tofu Bratfilet (z.B. von Taifun)
Etwas Rapsöl zum Anbraten
Eine Handvoll frische Korianderblätter

Zubereitung

Das Gemüse waschen bzw. putzen. Die Möhre schälen und in schmale Stifte hacken. Vom Spargel die harten Enden entfernen und den Rest in Streifen schneiden. Die Champignons viertel. 

Die Kokosmilch und das Wasser in einen Topf geben, gut verrühren und dabei aufkochen lassen. Die Gewürze dazu geben und gut unterrühren. Möhre und Spargel dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles etwa 10 - 12 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.

In einer kleinen Pfanne die Champignons in Öl ca. 7 -10 Minuten anbraten, bis sie schön knackig sind. Das Tofufilet in Streifen schneiden und gegen Ende der Bratzeit kurz mitbrutzeln lassen. (Man kann die Pilze natürlich auch einfach im Topf mitkochen, aber ich mag sie lieber, wenn sie nicht so weich sind.)

Wenn das Gemüse in der Suppe gar ist, die Champignons und den Tofu dazu geben, alles gut umrühren und ggf. nachwürzen. 

In Schälchen garniert mit frischem Koriander servieren.

Bon Appétit!  



Süßkartoffelspalten mit Spargel, Zitronen und Lavendelblüten

Neben den Erdbeeren darf zu dieser Jahreszeit natürlich der Spargel nicht fehlen. Für mich am liebsten in Grün. Dieses Gericht bringt frühlingshafte Frische auf den Teller und lässt die Geschmacksnerven ein blumig-fruchtiges Maifest feiern. ;) 


Zutaten

2 große Süßkartoffeln (ca. 600g)
250g grüner Spargel
1 Bio-Zitrone
2 TL Currypulver
2 TL getrocknete Lavendelblüten
Salz & Pfeffer

Zubereitung

Den Ofen auf 200° C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und in ca. 1-1,5 cm hohe und breite Streifen schneiden. Curry und ca. 1 TL Salz in einer Schale vermischen und die Spalten darin gut wälzen, damit sie die Gewürze annehmen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Süßkartoffelstreifen darauf verteilen. In den Ofen geben und die Uhr auf 10 Minuten stellen.

Inzwischen den Spargel waschen und die harten Enden abschneiden. Wer mag kann die Stangen in kürzere Stücke scheiden, ich habe sie bei diesem Gericht lang gelassen. Die Zitrone ebenfalls abwaschen, in Scheiben schneiden und diese dann halbieren.

Nach den 10 Minuten Backzeit den Spargel zu den Süßkartoffeln in den Ofen geben. Bei der Gelegenheit die Kartoffeln mit einem Pfannenwender drehen und den Spargel so gleichzeitig durch die Gewürze ziehen. Bei Bedarf etwas nachsalzen. Die Uhr auf weitere 10 Minuten einstellen.

2-3 Minuten vor Ende der Backzeit habe ich auch die Zitronenscheiben dazu getan und das Ganze nochmals durchgemischt.



Zum Schluss das Gericht auf zwei Tellern anrichten, ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken und je einen TL Lavendelblüten pro Teller überstreuen.

Bon Appétit!