Nachdem unsere Gäste am Montag beim Deutschland-Spiel mit Pizza durchgefüttert wurden, ging das WM-Kochen gestern in die nächste Runde. Diesmal stand ein ecuadorianisches Gericht auf dem Speiseplan: Locro de papa. Locro bezeichnet einen herzhaften, dickflüssigen Eintopf. Diese Variante basiert auf Kartoffeln und schmeckt dank Avocado und Koriander auch im Sommer sehr erfrischend und lecker. Für den leicht "käsigen" Geschmack sorgen Hefeflocken.
Zutaten (für 3 große Portionen)
1 große Zwiebel
1 EL Rapsöl
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Paparikagewürz scharf
1/2 TL Koriander gemahlen
500 g Kartoffeln
3 Tassen Wasser
1/2 TL Salz
1/2 Tasse Sojamilch
2 EL Hefeflocken
1 Handvoll Koriandergrün
1/2 Avocado
Zubereitung
Die Zwiebel klein hacken und mit Kreuzkümmel, Paprika und gemahlenem Koriander in dem Rapsöl ca. 5 Minuten lang anbraten. Dazu einen großen Topf verwenden.
Die Kartoffeln schälen und würfeln. In den Topf geben und gut umrühren, bis sie mit der Zwiebel-/Öl-/Gewürzmischung (auf Spanisch "refrito") ummantelt sind. Weitere 5 Minuten brutzeln lassen. Zwischendurch immer mal wieder rühren.
Jetzt das Wasser dazu geben, salzen und aufkochen. Nach 10 - 15 Minuten sollten die Kartoffeln gar sein. Diese werden dann mit einem Kartoffelstampfer bearbeitet, bis eine crémige Masse entsteht. Die Kartoffeln sollten jedoch teilweise noch etwas stückig sein. Sojamilch (es geht natürlich auch andere Pflanzenmilch, z.B. Reismilch) hineinschütten und die Hefeflocken einrieseln lassen. Gut umrühren und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Evtl. noch etwas nachsalzen.
Die Avocadohälfte schälen und in schmale Streifen schneiden. Koriandergrün abzupfen und ggf. klein hacken.
Die Suppe in Schälchen füllen und mit Avocado und Koriander garniert servieren.
Bon Appétit!
Veganes WM-Kochen 2014: England - Lancashire Hotpot
Fritten hatten wir schon, Fisch essen wir nicht, also fallen Fish & Chips schonmal raus. Statt dessen führt es uns in Englands Nordwesten. Der Lancashire Hotpot ist traditionell ein mit Kartoffelscheiben überbackener Eintopf aus Lammfleisch und Zwiebeln, der über Stunden im Ofen gart. Diese Variante kommt natürlich ohne tierische Inhaltsstoffe aus, geht zwar auch nicht blitzschnell, ist aber mit etwa 1,5 Stunden Zubereitungs- und Garzeit vergleichsweise zügig servierfertig.
Zutaten (für 2 großzügige Portionen)
2 Zwiebeln
vegane Margarine zum Anbraten
1 Schluck Rotwein
300 ml passierte Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
3 TL Perlgraupen
1 Spritzer Tabasco
Salz & Pfeffer
2 Zwiebeln
2 große Möhren
4 Stangen Staudensellerie
Salz
3 dicke Kartoffeln
vegane Margarine zum Bestreichen
Salz & Pfeffer
Zutaten (für 2 großzügige Portionen)
2 Zwiebeln
vegane Margarine zum Anbraten
1 Schluck Rotwein
300 ml passierte Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
3 TL Perlgraupen
1 Spritzer Tabasco
Salz & Pfeffer
2 Zwiebeln
2 große Möhren
4 Stangen Staudensellerie
Salz
3 dicke Kartoffeln
vegane Margarine zum Bestreichen
Salz & Pfeffer
Zubereitung
Die ersten zwei Zwiebeln fein hacken und in einer mittelgroßen Pfanne mit etwas Margarine ca. 5 Minuten lang anbraten. Danach mit Rotwein ablöschen, die passierten Tomaten und den Tabasco dazugeben und ein paar weitere Minuten köcheln lassen. Danach die Perlgraupen und die Gemüsebrühe hinzufügen, gut umrühren und alles für 20 Minuten bei geringer Kitze kochen, bis die Graupen recht weich sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In der Zwischenzeit die weiteren Zwiebeln, die Möhren und den Sellerie ggf. schälen und klein hacken. In einem kleinen Topf reichlich Salzwasser aufkochen und das Gemüse darin 3 Minuten blanchieren.
Die Kartoffeln schälen und in ca. 2 mm dünne Scheiben hobeln.
Die Grillfunktion im Backofen auf 200° C anstellen.
Das Gemüse (außer die Kartoffeln) mit der Graupen-Sauce mischen und nochmals abschmecken. Dann alles zusammen in eine Auflaufform geben. Obendrauf die Kartoffelscheiben verteilen und dünn mit Margarine betreichen. Salzen und pfeffern.
Den Hotpot etwa 20 - 30 Minuten in den Ofen geben, bis die Kartoffeln schön kross sind.
Bon Appétit!
PS: Zu dem britischen Essen schmeckt auch amerikanisches Bier. ;)
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Veganes WM-Kochen 2014: Griechenland - Auberginen-Gemüse mit Kritharaki-Nudelsalat
Die Griechen haben ihr WM-Auftaktspiel gegen Kolumbien gestern leider verloren. Dieses Gericht spendet vielleicht ein bisschen Trost. In der Pfanne gebratene Auberginen und Tomaten werden mit aromatischen Gewürzen verfeinert und mit einem lauwarmen Kritharaki-Nudelsalat garniert serviert.
Übrigens: Wer bei der griechischen Küche auf keinen Fall auf Feta-Käse verzichten möchte, findet im Bio-Markt vegane Alternativen, die geschmacklich nah ran kommen.
Zutaten
Für das Auberginen-Gemüse:
1 große Aubergine
3 frische Tomaten
200 ml passierte Tomaten
1 TL Thymian
1 Lorbeerblatt
Salz & Pfeffer
Für den Kritharaki-Nudelsalat:
180 g Kritharaki (griechische Nudelsorte)
Salzwasser zum Kochen
2 Tomaten
1/2 Schlangengurke
1 Handvoll bunte Minipaprika oder je 1/2 gelbe und rote Paprika
1 Handvoll schwarze Oliven
Olivenöl
Salz & Pfeffer
Zubereitung
Zunächst die Aubergine in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese großzügig mit Salz bestreuen und mind. eine halbe Stunde stehen lassen, damit die Bitterstoffe herausgezogen werden und die Aubergine ihr volles Aroma entfalten kann. Danach das Salz und die Flüssigkeit mit einem Küchenpapier von der Oberfläche abtupfen.
Die Scheiben in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit viel Olivenöl ca. 10 Minuten lang von allen Seiten gut anbraten. Danach die drei Tomaten stückeln und mit den pürierten Tomaten sowie den Gewürzen dazu geben. Weitere 15 - 20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.
In einem Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Kritharaki-Nudeln darin laut Packungsanweisung garen. Meine dauerten etwa 13 Minuten.
In der Zwischenzeit die restlichen Tomaten in Scheiben schneiden, die Gurke würfeln und die Paprika zerkleinern. Oliven aus dem Glas abtropfen lassen.
Die fertigen Nudeln abgießen und mit dem Gemüse sowie etwas Olivenöl vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Auberginen-Gemüse auf einem Teller anrichten und den lauwarmen Salat darauf verteilen.
Bon Appétit!
Veganes WM-Kochen 2014: Niederlande - Fritten mit Joppiesaus
Weiter geht's mit dem WM-Kochen. Diesmal führt es uns mit den Niederlanden in Gruppe B. Ich bin mir sicher, dass es bei den Nachbarn ganz tolle und außergewöhnliche Gerichte gibt. Als erstes denken muss ich bei der holländischen Küche allerdings an Fritten mit Joppiesaus. Da sich diese auch hervorragend beim Fußballgucken snacken lassen, bilden sie den heutigen Beitrag.

Zutaten
Für die Fritten:
ca. 6 große Kartoffeln
etwas Olivenöl
viel Salz
Für die Joppiesaus:
1 kleine Zwiebel
6 EL vegane Mayonaise*
2 TL Ketchup in Bioqualität
1/2 TL Senf
1 TL Currypulver
Salz
* Vegane Mayonaise könnt ihr entweder fertig kaufen, oder ganz schnell selbst machen. Dafür mixt ihr einfach 50 ml kalte Sojamilch, 100 ml Rapsöl und 1/2 TL Zitronensaft mit dem Pürierstab ca. 30 Sekunden gut durch. Danach mit ca. 1/2 TL scharfem Senf, Salz und ggf. etwas Zucker abschmecken. Das tolle Rezept stammt von Laubfresser.

Zutaten
Für die Fritten:
ca. 6 große Kartoffeln
etwas Olivenöl
viel Salz
Für die Joppiesaus:
1 kleine Zwiebel
6 EL vegane Mayonaise*
2 TL Ketchup in Bioqualität
1/2 TL Senf
1 TL Currypulver
Salz
* Vegane Mayonaise könnt ihr entweder fertig kaufen, oder ganz schnell selbst machen. Dafür mixt ihr einfach 50 ml kalte Sojamilch, 100 ml Rapsöl und 1/2 TL Zitronensaft mit dem Pürierstab ca. 30 Sekunden gut durch. Danach mit ca. 1/2 TL scharfem Senf, Salz und ggf. etwas Zucker abschmecken. Das tolle Rezept stammt von Laubfresser.
Zubereitung
Die Kartoffeln schälen, in ca. 1 cm dicke Scheiben und diese dann in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Eine große Schüssel mit leicht gesalzenem Wasser befüllen und die Pommes darin mindestens eine halbe Stunde schwimmen lassen.
Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Kartoffelstreifen aus dem Wasser nehmen, gut abtrocknen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten. Mit etwas Olivenöl beträufeln und salzen. Für 45 - 60 Minuten in den Ofen geben. Wenn sie von außen leicht kross und an den Enden dunkler werden, sind die Fritten fertig.
In der Zwischenzeit die Joppiesaus zubereiten. Dafür die Zwiebel sehr fein (!) hacken. Ggf. die Mayo mixen. In einer kleinen Schale alle Zutaten für die Sauce verrühren und abschmecken.
Wenn die Pommes fertig sind, alle nochmal in eine große Schüssel geben und ordentlich nachsalzen. In zwei Portionen aufteilen und mit der Joppiesaus und nach Belieben Ketchup und/ oder dem Rest Mayonnaise servieren.
Lässt sich prima vor dem Fernseher essen. ;)
Bon Appétit!
Veganes WM-Kochen 2014: Brasilien - Feijoada mit Salat und Orangen-Reis
Na, seid ihr
schon im Fußball-Fieber? Heute geht es lohooos! Und um die Weltmeisterschaft im
wahrsten Sinne des Wortes voll auszukosten, möchte ich ein WM-Kochen veranstalten. Natürlich vegan! Das heißt: In den nächsten vier Wochen geht es hier auf Mangerella ziemlich
international zu. Geplant ist, mindestens zwei landestypische Gerichte pro Teilnehmergruppe
zu kochen und zu präsentieren. Wenn ihr Lust habt, macht doch einfach mit und
verlinkt eure Rezepte in den Kommentaren! Angepfiffen wird heute mit dem
Gastgeber-Land: Brasilien!
Für Brasilien habe ich das Gericht Feijoada ausgewählt - was eigentlich alles andere als vegan ist. Normalerweise wird der Bohneneintopf mit Tonnen von Fleisch aufgefüllt. Das muss aber nicht sein! In diesem Rezept habe ich statt dessen knackige Champignon verwendet.
Zutaten
Für die Feijoada:
1 Zwiebel
1 Dose Kidneybohnen
1 großzügige Handvoll Champignons
1 Spritzer Balsamico-Essig (oder Rotwein)
200 ml Gemüsebrühe
1 Messerspitze Cayennepfeffer
1/4 TL Paprikapulver
1 Lorbeerblatt
Salz & Pfeffer
etwas Öl zum Anbraten
Für den Orangenreis:
1/2 Tasse weißen Reis
1 Tasse Wasser
1/4 TL Salz
Saft einer Orange
Sonst noch:
1-2 feste Banane(n)
1/4 TL Currypulver
1/4 TL Paprikapulver
etwas Cayennepfeffer
grünen Salat nach Belieben
Zubereitung
Die Zwiebel fein hacken und in etwas Öl in einem mittelgroßen Topf anbraten, bis sie glasig wird. Die Kidneybohnen gut abtropfen lassen und in den Topf geben. Kurz mitbraten und dann mit einem großzügigen Spritzer Balsamico-Essig (oder Rotwein) ablöschen. Mit Gemüsebrühe auffüllen, die Gewürze und das Lorbeerblatt dazugeben und bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 30 Minuten leicht köcheln lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.
In einem anderen Topf den Reis mit dem Salz-Wasser aufkochen und je nach Reissorte gar kochen. Bei Basmatireis dauert es ca. 10 -15 Minuten. Auch hier zwischendurch umrühren. Kurz vor Ende der Garzeit den Orangensaft unterheben.
Die Pilze putzen und klein schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und sie darin ca. 10 Minuten lang knackig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
In der Zwischenzeit den Salat gründlich waschen und klein schnippeln. Die Banane schälen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden.
Kurz bevor der Bohnentopf fertig ist, die Pilze unterrühren. In der Pilzpfanne könnt ihr jetzt noch schnell die Bananen mit dem Curry- und Paprikapulver, Cayennepfeffer und etwas Öl anbraten.
Zum Schluss alles nebeneinander auf einem Teller anrichten und mit einer Orangenscheibe und den gebratenen Bananen garnieren.
Bon Appétit!
Weiter geht es bald mit einem Kandidaten aus Gruppe B!
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