Veganes WM-Kochen 2014: Südkorea - Glasnudeln mit Gemüse und Sesam

Angekommen in Gruppe H haben wir uns jetzt ein Mal quer durch die Gruppenphase gekocht. Heute gibt es ein südkoreanisch inspiriertes Gericht mit Glasnudeln, viel Gemüse, Sesam und frischen Kräutern. Das perfekte Abendessen nach einem tollen Sommer-Sonntag in der Natur. Geht schnell, sieht toll aus und schmeckt köstlich!



Zutaten

100 g Glasnudeln
2 Möhren
1-2 Frühlingszwiebeln
1 Handvoll Shiitake-Pilze
Sesamöl zum Anbraten
etwas Salz
1 rote Chili
1 daumengroßes Stück Ingwer
3 EL Sojasauce
1/2 TL braunen Zucker
Ein paar Spritzer Zitronensaft
1 Handvoll Koriandergrün
Je 1 TL schwarzen und hellen Sesam


Zubereitung

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Glasnudeln darin ca. 5 Minuten lang garen. Danach Abgießen, gut mit kaltem Wasser abspülen und beiseite stellen.

Die Möhre schälen und in dünne Stifte schneiden. Die Pilze putzen und etwa sechsteln. Die Frühlingszwiebel und die Chili (nach dem Entfernen der Kerne) in dünne Ringe hacken. Den Ingwer schälen und fein würfeln.

Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Möhrenstifte, Frühlingsziebeln (wer mag, kann ein paar Ringe zum Garnieren aufbewahren), Ingwer und Chili darin 5 Minuten lang anbraten. Leicht salzen. Dann die Pilze dazu tun und weitere 5 Minuten lang braten. Mit 1 EL Sojasauce ablöschen, den Zucker einrieseln lassen und einrühren.

Die gekochten Glasnudeln mit in die Pfanne geben, die restliche Sojasauce und ein paar Spritzer Zitronensaft dazu geben. Gut umrühren, bis sich alle Zutaten vermischen. Ggf. noch mit etwas Salz, Zucker oder Zitronensaft abschmecken. 2 - 3 Minuten in der Pfanne ziehen lassen, dann den Sesam und frischen Koriander unterheben und sofort servieren.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Deutschland - "Kässpätzle"

Passend zum zweiten Deutschland-Spiel der WM diesen Abend gibt es heute meinen Beitrag zum Heimatland. Ehrlich gesagt fiel mir das gar nicht so leicht, denn deutsche Gerichte kommen bei uns gar nicht oft auf den Tisch. Als Wahlschwäbin habe ich mich für Kässpätzle entschieden. In der veganen Variante natürlich ohne Kuhmilchprodukte, sondern mit einer käseähnlichen Sauce aus Cashews und Hefeflocken. Wenn man keine Lust hat die Spätzle selbst zu schaben, kann man sie übrigens auch vegan fertig kaufen.



Zutaten

Für die Spätzle:

200 g Mehl
125 ml Wasser
1 EL Sojamehl
1/2 TL Salz

Etwas Öl zum Anbraten

Für die vegane Käsesauce:

1/4 Tasse Cashewkerne
ca. 100 ml Wasser 
1 TL Zitronensaft 
1 EL Hefeflocken
1/2 TL Senf
1/4 TL Salz
Pfeffer
Ggf. etwas Kurkuma für die Farbe

Frische Kräuter (z.B. Petersilie und Schnittlauch) und Röstzwiebeln zum Garnieren 


 Zubereitung

Als erstes solltet ihr die Cashewkerne in etwas Wasser einweichen. Nach 2 Stunden lassen sie sich mit einem herkömmlichen Pürierstab gut pürieren, wenn ihr ein leistungsstarkes Gerät habt, funktioniert es auch schon ehr.

Für den Spätzleteig das Sojamehl mit dem Wasser verrühren, bis es sich auflöst. Dann alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten.

Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Dann den Herd runter schalten, bis es nicht mehr blubbert. Den Spätzleteig auf ein angefeuchtetes Holzbrett legen und den Teig mit einem Messer oder Schaber nach vorne hin glatt ziehen. Etwas Wasser dazu nehmen, falls die Masse zu fest ist. Dann das Brett über den Topf halten und mit dem Messer / Schaber nach und nach kleine Teigstücke abziehen und ins Wasser fallen lassen. Weiter machen, bis der gesamte Teig zu Spätzle verarbeitet ist. Schwimmen diese an der Oberfläche, sind sie gar. Zur Sicherheit könnt ihr trotzdem mal probieren. Mit einem Spaghettilöffel abschöpfen und beiseite stellen.

Danach etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Spätzle darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit die Cashewkerne abgießen und mit den anderen Zutaten für die "Käsesauce" pürieren. Ggf. eine Prise Kurkuma für die gelbe Farbe dazu tun. Ebenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Sauce mit in die Pfanne geben und 1 - 2 Minuten gut einrühren.

Die Spätzle mit gehackten Kräutern und Röstzwiebeln garniert servieren.

Bon Appétit!


Veganes WM-Kochen 2014: Iran - Sabzi Pulao

Das WM-Kochen entführt uns heute in die orientalische Küche. Bei Sabzi Pulao handelt es sich um ein Reisgericht mit vielen grünen Kräutern, das im Iran oft an Feiertagen, wie dem persischen Neujahrsfest Nouruz, gereicht wird. Es schmeckt aber auch einfach so, besonders in Verbindung mit aromatischem Safrangemüse.


Zutaten

1 Tasse Basmatireis
2 Tassen Salzwasser
Je 1/2 Handvoll Petersilie, Schnittlauch, Koriander und Dill
Etwas vegane Margarine
Etwas Rapsöl

1 Zwiebel
1 Zucchini
2 Tomaten
200 g weiße Bohnen
1/4 TL Safran
Saft einer halben Zitrone
Salz & Pfeffer


Zubereitung

Zunächst Reis und Salzwasser in einem Topf aufkochen und bei geringer Hitze ca. 10 - 15 Minuten garen lassen, bis das Wasser verkocht ist. 

In der Zwischenzeit die Kräuter fein hacken. In einer Pfanne etwas Margarine schmelzen lassen und die Kräuter darin etwa 5 Minuten lang anbraten.

Den gegarten Reis in ein feines Sieb geben und abspülen. Im gleichen Topf einen kleinen Finger breit Rapsöl heiß werden lassen und den Boden mit Reis bedecken. Warten bis er etwas ansetzt und dann erst beginnen, die Kräuter und den restlichen Reis abwechselnd zu schichten. So entsteht am Boden eine knusprige Kruste, thadig genannt. Den Topf mit einem Trockentuch und dem Deckel abdecken und bei geringer Hitze 20 - 30 Minuten ziehen lassen.

Für das Safrangemüse die Zwiebel hacken und in etwas veganer Margarine anbraten. Die Zucchini würfen und für einige Minuten mitbraten. Die Bohnen abtropfen lassen und die Tomaten klein schneiden. Beides mit in die Pfanne geben, mit Safran, Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und weitere 5 Minuten braten. 

Ca. 2 cm kaltes Wasser in die Spüle lassen und den Topf mit dem Reis für 1-2 Minuten hineinstellen. So lässt sich der thadig besser vom Boden lösen. Dann den Inhalt auf eine Servierplatte stürzen. Den Reis in der Mitte durchbrechen und das Gemüse in die Spalte füllen. 

Bon Appétit! 

Veganes WM-Kochen 2014: Ecuador - Locro de papa

Nachdem unsere Gäste am Montag beim Deutschland-Spiel mit Pizza durchgefüttert wurden, ging das WM-Kochen gestern in die nächste Runde. Diesmal stand ein ecuadorianisches Gericht auf dem Speiseplan: Locro de papa. Locro bezeichnet einen herzhaften, dickflüssigen Eintopf. Diese Variante basiert auf Kartoffeln und schmeckt dank Avocado und Koriander auch im Sommer sehr erfrischend und lecker. Für den leicht "käsigen" Geschmack sorgen Hefeflocken.



Zutaten (für 3 große Portionen)

1 große Zwiebel
1 EL Rapsöl
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Paparikagewürz scharf
1/2 TL Koriander gemahlen
500 g Kartoffeln
3 Tassen Wasser
1/2 TL Salz
1/2 Tasse Sojamilch
2 EL Hefeflocken

1 Handvoll Koriandergrün
1/2 Avocado


Zubereitung

Die Zwiebel klein hacken und mit Kreuzkümmel, Paprika und gemahlenem Koriander in dem Rapsöl ca. 5 Minuten lang anbraten. Dazu einen großen Topf verwenden.

Die Kartoffeln schälen und würfeln. In den Topf geben und gut umrühren, bis sie mit der Zwiebel-/Öl-/Gewürzmischung (auf Spanisch "refrito") ummantelt sind. Weitere 5 Minuten brutzeln lassen. Zwischendurch immer mal wieder rühren.

Jetzt das Wasser dazu geben, salzen und aufkochen. Nach 10 - 15 Minuten sollten die Kartoffeln gar sein. Diese werden dann mit einem Kartoffelstampfer bearbeitet, bis eine crémige Masse entsteht. Die Kartoffeln sollten jedoch teilweise noch etwas stückig sein. Sojamilch (es geht natürlich auch andere Pflanzenmilch, z.B. Reismilch) hineinschütten und die Hefeflocken einrieseln lassen. Gut umrühren und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Evtl. noch etwas nachsalzen.

Die Avocadohälfte schälen und in schmale Streifen schneiden. Koriandergrün abzupfen und ggf. klein hacken.

Die Suppe in Schälchen füllen und mit Avocado und Koriander garniert servieren.

Bon Appétit!


Veganes WM-Kochen 2014: England - Lancashire Hotpot

Fritten hatten wir schon, Fisch essen wir nicht, also fallen Fish & Chips schonmal raus. Statt dessen führt es uns in Englands Nordwesten. Der Lancashire Hotpot ist traditionell ein mit Kartoffelscheiben überbackener Eintopf aus Lammfleisch und Zwiebeln, der über Stunden im Ofen gart. Diese Variante kommt natürlich ohne tierische Inhaltsstoffe aus, geht zwar auch nicht blitzschnell, ist aber mit etwa 1,5 Stunden Zubereitungs- und Garzeit vergleichsweise zügig servierfertig.



Zutaten (für 2 großzügige Portionen)

2 Zwiebeln
vegane Margarine zum Anbraten
1 Schluck Rotwein
300 ml passierte Tomaten
500 ml Gemüsebrühe
3 TL Perlgraupen
1 Spritzer Tabasco
Salz & Pfeffer

2 Zwiebeln
2 große Möhren
4 Stangen Staudensellerie
Salz

3 dicke Kartoffeln
vegane Margarine zum Bestreichen
Salz & Pfeffer


Zubereitung

Die ersten zwei Zwiebeln fein hacken und in einer mittelgroßen Pfanne mit etwas Margarine ca. 5 Minuten lang anbraten. Danach mit Rotwein ablöschen, die passierten Tomaten und den Tabasco dazugeben und ein paar weitere Minuten köcheln lassen. Danach die Perlgraupen und die Gemüsebrühe hinzufügen, gut umrühren und alles für 20 Minuten bei geringer Kitze kochen, bis die Graupen recht weich sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

In der Zwischenzeit die weiteren Zwiebeln, die Möhren und den Sellerie ggf. schälen und klein hacken.  In einem kleinen Topf reichlich Salzwasser aufkochen und das Gemüse darin 3 Minuten blanchieren.

Die Kartoffeln schälen und in ca. 2 mm dünne Scheiben hobeln. 

Die Grillfunktion im Backofen auf 200° C anstellen.

Das Gemüse (außer die Kartoffeln) mit der Graupen-Sauce mischen und nochmals abschmecken. Dann alles zusammen in eine Auflaufform geben. Obendrauf die Kartoffelscheiben verteilen und dünn mit Margarine betreichen. Salzen und pfeffern.

Den Hotpot etwa 20 - 30 Minuten in den Ofen geben, bis die Kartoffeln schön kross sind.

Bon Appétit!

PS: Zu dem britischen Essen schmeckt auch amerikanisches Bier. ;)