Veganes WM-Kochen 2014: Spanien - Paella

Viele Spanier würden diese WM wohl am liebsten direkt aus dem Gedächtnis streichen. Doch auch wenn es mit dem Fußball diesmal nicht so richtig klappen wollte - Kochen können sie. Mein Beitrag zum Land ist eine vegane Paella mit viel frischem Gemüse und leckeren Gewürzen. Da kann den Spaniern auch niemand die Favoritenrolle nehmen.



Zutaten

Olivenöl zum Anbraten
1 Zwiebel
1/2 gelbe Paprika
1 handvoll bunte Minipaprika (oder 1/2 rote Paprika)
1 kleine Fenchelknolle

1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Paprikagewürz
1/4 TL Cayennepfeffer
2-3 Lorbeerblätter

150 g Rundkornreis

100 ml Sherry
1/4 TL Safran

500 ml Gemüsebrühe
1/3 TL Salz

1 kleine Handvoll grüne Bohnen
1 kleine Handvoll schwarze Oliven
1 kleine Handvoll Cherry-Tomaten
1 Handvoll frische Petersilie

1/2 Zitrone


Zubereitung

Die Zwiebel klein hacken und in einer mittelgroßen Pfanne in Olivenöl ca. 5 Minuten lang anbraten. 

Die gelbe Paprika in Streifen schneiden, den Fenchel erst in Scheiben, dann ebenfalls in Streifen schneiden. Zusammen mit den Mini-Paprika (bzw. der zerkleinerten roten Paprika) in die Pfanne geben und etwa 8 Minuten braten, bis das Gemüse leicht goldbraun und weich wird. Leicht salzen.

Die Lorbeerblätter und die Gewürze unterrühren. Den Reis dazutun und gut umrühren. 2 Minuten braten lassen, dann mit Sherry ablöschen, mit Safran würzen und 1 Minute ziehen lassen. Gemüsebrühe und Salz hinzufügen und alles bei leichter Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Nicht umrühren! Falls die Brühe zu schnell verkocht, noch etwas Wasser dazugeben.

In der Zwischenzeit die Oliven abgießen, die Bohnen zerkleinern und die Tomaten halbieren oder vierteln. Petersilie klein hacken. Die Zitronenhälfte in Scheiben schneiden.

Nach den 20 Minuten die Hitze auf ein Minimum reduzieren und die Paella mit Bohnen, Oliven, Tomaten und Petersilie belegen. Mit einem Deckel (oder zur Not Alufolie) bedecken und 10 Minuten ziehen lassen.  

Zum Schluss noch mit Zitronenscheiben garnieren.

Bon Appétit! 


Veganes WM-Kochen 2014: Mexiko - Burritos

Seit gestern stehen die ersten Achtelfinal-Begegnungen fest. Mit dabei: Mexiko. Das feiert man am besten mit frischen Burritos. Hier gefüllt mit einer pikanten Bohnen-Mais-Mischung, veganer Sour-Cream, würzigem Süßkartoffelpüree, Avocado und viel Koriander.


Zutaten

4 Weizentortillas (so groß wie möglich!)

1 Süßkartoffel
1/2 TL Koriander gemahlen
Salz & Pfeffer

1 rote Zwiebel
Rapsöl zum Anbraten
200 g weiße Bohnen aus der Dose / dem Glas
200 g Kidneybohnen aus der Dose / dem Glas
3 EL Mais
4 EL passierte Tomate
1 grüne Chili
1/2 TL Koriander gemahlen
einige Spritzer Tabasco
evtl. Chiliflocken zum Nachschärfen
Salz & Pfeffer

1/2 Avocado
4 EL veganer Sauerrahm
1 Handvol frischer Koriander 


Zubereitung

Die Süßkartoffel schälen und klein schneiden. Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Kartoffelstücke darin ca. 10 Minuten lang garen, bis sie weich sind.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein hacken und in einer Pfanne in etwas Öl 5 Minuten lang anbraten. Die Chili von den Kernen befreien und in dünne Ringe schneiden. Dann zusammen mit den Bohnen und dem Mais zu den Zwiebeln geben. Kurz mitbraten. Alles mit den passierten Tomaten ablöschen und mit gemahlenem Koriander, Tabasco, Salz, schwarzem Pfeffer und ggf. noch mehr Chili abschmecken. Die Mischung sollte schön scharf schmecken.

Nach der Kochzeit die Süßkartoffeln abgießen. Eine kleine Menge Wasser im Topf lassen. Die Kartoffelstücke darin mit einem Kartoffelstampfer zu Püree verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Koriander würzen.

Die Acovado schälen und in dünne Streifen schneiden. Den Koriander waschen und klein hacken.

Die Weizentortillas könnt ihr vor dem Verarbeiten kurz in die Mikrowelle legen (einzeln für je ca. 40 Sekunden). Dann lassen sie sich besser rollen.

Die Mitte der Tortillas zunächst mit je ca. 1 EL Sauerrahm bestreichen. Danach das Süßkartoffelpüree und die Bohnenmischung dazu geben. Zum Schluss die Avocadoscheiben auflegen und alles mit reichlich Koriander bestreuen.

Jetzt kommt der Tricky-Part: das Rollen. Wenn ihr große Tortillas habt und etwas mit der Füllung gegeizt habt, sollte es einfach gehen. Zunächst die obere und untere Seite des Tortillas etwas nach innen klappen. Dann einen Seitenrand nehmen und alles zusammen rollen. Bei Youtube gibt es dazu viele Videos. ;) Meine Tortillascheiben waren leider etwas klein, weshalb das Rollen nicht so gut gelungen ist. Geschmeckt hat es aber trotzdem. :)

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Südkorea - Glasnudeln mit Gemüse und Sesam

Angekommen in Gruppe H haben wir uns jetzt ein Mal quer durch die Gruppenphase gekocht. Heute gibt es ein südkoreanisch inspiriertes Gericht mit Glasnudeln, viel Gemüse, Sesam und frischen Kräutern. Das perfekte Abendessen nach einem tollen Sommer-Sonntag in der Natur. Geht schnell, sieht toll aus und schmeckt köstlich!



Zutaten

100 g Glasnudeln
2 Möhren
1-2 Frühlingszwiebeln
1 Handvoll Shiitake-Pilze
Sesamöl zum Anbraten
etwas Salz
1 rote Chili
1 daumengroßes Stück Ingwer
3 EL Sojasauce
1/2 TL braunen Zucker
Ein paar Spritzer Zitronensaft
1 Handvoll Koriandergrün
Je 1 TL schwarzen und hellen Sesam


Zubereitung

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Glasnudeln darin ca. 5 Minuten lang garen. Danach Abgießen, gut mit kaltem Wasser abspülen und beiseite stellen.

Die Möhre schälen und in dünne Stifte schneiden. Die Pilze putzen und etwa sechsteln. Die Frühlingszwiebel und die Chili (nach dem Entfernen der Kerne) in dünne Ringe hacken. Den Ingwer schälen und fein würfeln.

Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Möhrenstifte, Frühlingsziebeln (wer mag, kann ein paar Ringe zum Garnieren aufbewahren), Ingwer und Chili darin 5 Minuten lang anbraten. Leicht salzen. Dann die Pilze dazu tun und weitere 5 Minuten lang braten. Mit 1 EL Sojasauce ablöschen, den Zucker einrieseln lassen und einrühren.

Die gekochten Glasnudeln mit in die Pfanne geben, die restliche Sojasauce und ein paar Spritzer Zitronensaft dazu geben. Gut umrühren, bis sich alle Zutaten vermischen. Ggf. noch mit etwas Salz, Zucker oder Zitronensaft abschmecken. 2 - 3 Minuten in der Pfanne ziehen lassen, dann den Sesam und frischen Koriander unterheben und sofort servieren.

Bon Appétit!

Veganes WM-Kochen 2014: Deutschland - "Kässpätzle"

Passend zum zweiten Deutschland-Spiel der WM diesen Abend gibt es heute meinen Beitrag zum Heimatland. Ehrlich gesagt fiel mir das gar nicht so leicht, denn deutsche Gerichte kommen bei uns gar nicht oft auf den Tisch. Als Wahlschwäbin habe ich mich für Kässpätzle entschieden. In der veganen Variante natürlich ohne Kuhmilchprodukte, sondern mit einer käseähnlichen Sauce aus Cashews und Hefeflocken. Wenn man keine Lust hat die Spätzle selbst zu schaben, kann man sie übrigens auch vegan fertig kaufen.



Zutaten

Für die Spätzle:

200 g Mehl
125 ml Wasser
1 EL Sojamehl
1/2 TL Salz

Etwas Öl zum Anbraten

Für die vegane Käsesauce:

1/4 Tasse Cashewkerne
ca. 100 ml Wasser 
1 TL Zitronensaft 
1 EL Hefeflocken
1/2 TL Senf
1/4 TL Salz
Pfeffer
Ggf. etwas Kurkuma für die Farbe

Frische Kräuter (z.B. Petersilie und Schnittlauch) und Röstzwiebeln zum Garnieren 


 Zubereitung

Als erstes solltet ihr die Cashewkerne in etwas Wasser einweichen. Nach 2 Stunden lassen sie sich mit einem herkömmlichen Pürierstab gut pürieren, wenn ihr ein leistungsstarkes Gerät habt, funktioniert es auch schon ehr.

Für den Spätzleteig das Sojamehl mit dem Wasser verrühren, bis es sich auflöst. Dann alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten.

Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Dann den Herd runter schalten, bis es nicht mehr blubbert. Den Spätzleteig auf ein angefeuchtetes Holzbrett legen und den Teig mit einem Messer oder Schaber nach vorne hin glatt ziehen. Etwas Wasser dazu nehmen, falls die Masse zu fest ist. Dann das Brett über den Topf halten und mit dem Messer / Schaber nach und nach kleine Teigstücke abziehen und ins Wasser fallen lassen. Weiter machen, bis der gesamte Teig zu Spätzle verarbeitet ist. Schwimmen diese an der Oberfläche, sind sie gar. Zur Sicherheit könnt ihr trotzdem mal probieren. Mit einem Spaghettilöffel abschöpfen und beiseite stellen.

Danach etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Spätzle darin anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

In der Zwischenzeit die Cashewkerne abgießen und mit den anderen Zutaten für die "Käsesauce" pürieren. Ggf. eine Prise Kurkuma für die gelbe Farbe dazu tun. Ebenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Sauce mit in die Pfanne geben und 1 - 2 Minuten gut einrühren.

Die Spätzle mit gehackten Kräutern und Röstzwiebeln garniert servieren.

Bon Appétit!


Veganes WM-Kochen 2014: Iran - Sabzi Pulao

Das WM-Kochen entführt uns heute in die orientalische Küche. Bei Sabzi Pulao handelt es sich um ein Reisgericht mit vielen grünen Kräutern, das im Iran oft an Feiertagen, wie dem persischen Neujahrsfest Nouruz, gereicht wird. Es schmeckt aber auch einfach so, besonders in Verbindung mit aromatischem Safrangemüse.


Zutaten

1 Tasse Basmatireis
2 Tassen Salzwasser
Je 1/2 Handvoll Petersilie, Schnittlauch, Koriander und Dill
Etwas vegane Margarine
Etwas Rapsöl

1 Zwiebel
1 Zucchini
2 Tomaten
200 g weiße Bohnen
1/4 TL Safran
Saft einer halben Zitrone
Salz & Pfeffer


Zubereitung

Zunächst Reis und Salzwasser in einem Topf aufkochen und bei geringer Hitze ca. 10 - 15 Minuten garen lassen, bis das Wasser verkocht ist. 

In der Zwischenzeit die Kräuter fein hacken. In einer Pfanne etwas Margarine schmelzen lassen und die Kräuter darin etwa 5 Minuten lang anbraten.

Den gegarten Reis in ein feines Sieb geben und abspülen. Im gleichen Topf einen kleinen Finger breit Rapsöl heiß werden lassen und den Boden mit Reis bedecken. Warten bis er etwas ansetzt und dann erst beginnen, die Kräuter und den restlichen Reis abwechselnd zu schichten. So entsteht am Boden eine knusprige Kruste, thadig genannt. Den Topf mit einem Trockentuch und dem Deckel abdecken und bei geringer Hitze 20 - 30 Minuten ziehen lassen.

Für das Safrangemüse die Zwiebel hacken und in etwas veganer Margarine anbraten. Die Zucchini würfen und für einige Minuten mitbraten. Die Bohnen abtropfen lassen und die Tomaten klein schneiden. Beides mit in die Pfanne geben, mit Safran, Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und weitere 5 Minuten braten. 

Ca. 2 cm kaltes Wasser in die Spüle lassen und den Topf mit dem Reis für 1-2 Minuten hineinstellen. So lässt sich der thadig besser vom Boden lösen. Dann den Inhalt auf eine Servierplatte stürzen. Den Reis in der Mitte durchbrechen und das Gemüse in die Spalte füllen. 

Bon Appétit!