Weihnachtsbäckerei: Vegane Mandelplätzchen

Nach den Earl Grey Plätzchen zu Thanksgiving möchte ich euch heute ein weiteres Rezept für vegane Weihnachtsplätzchen zeigen. Ich gebe zu, diese Mandelplätzchen sehen nicht besonders spektakulär aus. Für mich haben sie aber eine lange Tradition. Schon als ich ein kleines Mädchen war, backten meine Oma und meine Großtante jedes Jahr zu Weihnachten diese Plätzchen. Ok, nicht genau diese. Der Teig war damals nicht vegan. Ich habe mich diesmal also an eine Nachbildung ganz ohne tierische Produkte gewagt. Und sie ist gelungen. Die Mandelplätzchen sind schnell gemacht und super lecker (uuund daher auch schnell wieder weg, ich muss bald für Nachschub sorgen).


Zutaten

200 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln 
100 g Rohrzucker
1/4 TL Vanillepulver
180 g vegane Margarine
1 EL Sojamilch 
1 TL Zitronensaft
etwas Sojamilch zum Einpinseln
Mandeln zum Dekorieren 


Zubereitung

Zunächst die trockenen Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen. Dann die Margarine, die Sojamilch und den Zitronensaft dazu tun. Alles mit den Knethaken eines Mixers vermischen, dann mit den Händen weiter kneten, bis ihr einen homogenen Teig habt. Diesen wickelt ihr in Frischhaltefolie und legt ihn ca. 1 Stunde in den Kühlschrank.

Den Backofen auf 180°C Umluft einstellen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. einen halben Zentimeter dick ausrollen. Dann (z.B. mit Hilfe eines Glasrandes) Kreise ausstechen und diese auf ein Backblech legen. In die Mitte jedes Plätzchens eine Mandel leicht eindrücken. Dann die Oberfläche mit etwas Sojamilch einpinseln. 

Im Ofen ca. 15 - 20 Minuten lang goldgelb backen. 

Bon Appétit!

Thanksgiving 2014: Veganer Rollbraten, viele Beilagen & Dinner Rolls

Manchmal habe ich Lust richtig lange in der Küche zu stehen und aufwendige Sachen zu kochen. Natürlich braucht man dazu eigentlich keinen Anlass. Da gestern in den USA Thanksgiving gefeiert wurde, hatte ich aber immerhin ein Motto. Ich finde, das Fest in ein toller Start in die besinnliche und ruhige Jahreszeit im Dezember: Es erinnert daran, wie dankbar wir sein sollten auf dieser Welt leben zu dürfen, inkl. aller Ressourcen, mit denen wir sorgsam umgehen sollten.

Auf den Tisch kam zu diesem Anlass bei uns natürlich kein Truthahn. Stattdessen bildete den Mittelpunkt des Dinners ein veganer Rollbraten aus Linsen und Champignons, gefüllt mit Süßkartoffelpüree und angerichtet mit Preiselbeersauce. Dazu gab es ein Bohnen-Cassoulet, Reis mit Kürbis und Äpfeln, karamellisierte Möhren und herrlich luftige Diner Rolls. Vielleicht findet ihr ja die eine oder andere Inspiration für euer veganes Weihnachtsessen.




Veganer Rollbraten aus Linsen und Champignons 

1 Tasse Berglinsen
1 Zwiebel
180 g frische Champignons
etwas Olivenöl
1 Handvoll TK-Spinat
3 EL Haferflocken, gemahlen
je 1 TL Thymian und Salbei, getrocknet
Salz & Pfeffer
2 große Süßkartoffeln

Die Linsen nach Packungsanweisung gar kochen. Sie dürfen ruhig ziemlich weich werden. Die Pilze und die Zwiebel (ggf. in einer Küchenmaschine) sehr fein hacken. Dann in etwas Olivenöl in einer großen Pfanne anbraten. Den Spinat dazu geben, warten bis er auftaut und alles gut verrühren. Mit den Kräutern, Salz und Pfeffer würzen. Dann die gekochten Linsen und die gemahlenen Haferflocken unterrühren, bis ihr eine recht zähe Masse habt. Nochmals mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Parallel dazu die Süßkartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser ca. 10 Minuten lang gar kochen. Dann das meiste Wasser abgießen und mit einem Kartoffelstampfer zu Püree verarbeiten. Es sollte nicht zu dünn / wässerig werden, ehr etwas fester!

Jetzt ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Linsenmasse darauf großflächig in Form eines gut 1 cm dicken Rechtecks verteilen. Dann das Süßkartoffelpüree darauf verstreichen. Zum Rand hin an allen Seiten etwas Platz lassen. Jetzt wir der Braten gerollt. Dazu die kurze Seite des Backpapiers anheben und die Masse auf diese Weise wie einen Strudel langsam zusammenrollen und -drücken, bis ihr eine längliche, eingerollte Form habt. Die Seiten und Enden gut zusammendrücken.

Den veganen Braten bei 200° C im Ofen bei Ober- und Unterhitze ca. 45 Minuten lang backen, bis die Oberfläche schön knusprig ist.

Für die Preiselbeersauce habe ich einfach einige EL Preiselbeeren aus dem Glas (z.B. von Alnatura) mit etwas Wasser glattgerührt.


Reis mit Kürbis, Äpfeln und Walnüssen (als Beilage für ca. 4 Personen)

1 Tasse Basmatireis
1/4 Hakkaidokürbis
1 Apfel
etwas Zitronensaft
1 TL Thymian, getrocknet
1 TL Salbei, getrocknet
Salz & Pfeffer
evtl. etwas Olivenöl
1 Handvoll Walnusskerne

Den Reis in der doppelten Menge Salzwasser ca. 10 Minuten lang kochen. Dann den Topf mit einem Tuch abdecken und auf kleinster Flamme weitere 10 Minuten dämpfen lassen.

Den Kürbis und den Apfel entkernen und beides würfeln. Die Apfelstücke sofort mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Dann Kürbis und Apfel auf einem Backblech verteilen, die Kräuter, Salz & Pfeffer überstreuen und beides im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 15 Minuten lang backen.

Das Obst/ Gemüse mit dem Reis vermischen, mit Salz & Pfeffer abschmecken und wenn euch der Reis zu trocken sein sollte noch etwas Olivenöl untermengen. Die Walnüsse etwas zerbröckeln und zum Schluss dazu geben. Dazu passt noch etwas frische Petersilie.


Bohnen-Cassoulet mit Mandelkruste (als Beilage für ca. 4 Personen)

200 g grüne Buschbohnen
1 Glas weiße Bohnen
1 kleine Zwiebel
etwas Olivenöl
100 ml Sojasahne
3-4 getrocknete Tomaten (in Öl eingelegte)
1/4 TL Chiliflocken
Salz & Pfeffer
4-5 EL Mandelblätter
frische Petersilie

Die grünen Bohnen ca. 10 Minuten in Salzwasser gar kochen. Die weißen Bohnen abtropfen lassen. Die getrockneten Tomaten klein würfeln. Die Zwiebel fein hacken und in etwas Olivenöl anbraten. Dann die Bohnen und getrockneten Tomaten dazu geben, würzen und mit Sojasahne ablöschen. Etwas gehackte Petersilie unterheben und die Mischung in eine ofenfeste Form geben. Mit Mandelblättern bestreuen und im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten lang backen, bis die Mandeln eine goldgelbe Farbe annehmen. Zum Schluss mit etwas weiterer Petersilie betreuen.


Karamellisierte Kräuter-Möhren (als Beilage für ca. 4 Personen)

4-6 Möhren
2 EL Olivenöl
2 EL Agavendicksaft
2 TL Tymian, getrocknet
Salz & Pfeffer
2-3 Stängel frischer Rosmarin

Die Möhren schälen, längs halbieren und in Stifte schneiden. Mit dem Öl und Agavendicksaft vermischen und mit Thymian, Salz & Pfeffer würzen. In eine kleine Auflaufform geben und die Rosmarin-Stängel darauf verteilen. Im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten lang backen.


Vegane Diner Rolls (ca. 12 Stück)

Die Diner Rolls (so werden in den USA kleine Brötchen, die zum Dinner gereicht werden, genannt) habe ich nach einem Rezept vom tollen Blog Minimalist Baker gebacken. Sie sind sehr lecker und fluffig geworden. Beim nächsten Mal würde ich allerdings weniger Zucker verwenden.

2 EL Rohrzucker (ich empfehle 1 EL)
1/2 TL Salz
1 Päckchen Trockenhefe (7 Gramm)
2 Tassen Mehl (plus ca. 1 Tasse zum Kneten)
1/2 Tasse ungesüßte Mandelmilch (ich habe Hafermilch verwendet)
1/4 Tasse Wasser
2 EL vegane Margarine

Zunächst die trockenen Zutaten vermengen. Dann Mandelmilch, Wasser und Margarine leicht erwärmen, bis letztere schmilzt. Auf keinen Fall zu viel Hitze verwenden, sonst kann die Hefe zerstört werden. Alle Zutaten mit dem Knethaken eines Mixers vermengen. Dann mit den Händen weiterkneten. Immer wieder etwas Mehl dazu geben, bis ihr einen weichen, elastischen Teig habt, der nicht mehr doll an den Händen kleben bleibt. Diesen 10 Minuten beiseite stellen.

Zwölf gleich große Kugeln formen und diese in eine ofenfeste Form legen. Abgedeckt für weitere 45-60 Minuten gehen lassen. Wer mag, kann die Oberfläche mit Margarine oder Pflanzenmilch einpinseln. Dann im Ofen bei 200° C Ober- und Unterhitze ca. 20 Minuten lang backen.



Zum Nachtisch gab es übrigens Apple Crumple mit Zimt und Ingwer. Dieser hat es leider nicht mehr aufs Foto geschafft. ;)

Weihnachtsbäckerei: Earl Grey Plätzchen

Der Dezember naht! Zeit, die Weihnachtsbäckerei einzuläuten. Als erstes möchte ich euch ein Rezept für Earl Grey Plätzchen vorstellen. Zum ersten Mal zu einer British Tea Überraschung-Party für eine meiner besten und ältesten Freundinnen gebacken. Seitdem mache ich sie jedes Jahr, zumeist in der Weihnachtszeit. Sie erinnern mich an den schönen Nachmittag damals und schmecken am besten zu einer Tasse frisch aufgebrühtem Earl Grey Tee.

Und da heute Thanksgiving ist, wurden die Plätzchen entsprechend mit einem "Thanks" verziert. Das geht auch an euch liebe Leser, Danke für euren Besuch! :)


Zutaten

2 Teebeutel Earl-Grey-Tee (oder 2 TL losen Tee, fein zerstoßen)
125 Gramm Mehl
2 EL gemahlene Mandeln
2 EL Zucker
1 Prise Salz
75 Gramm kalte, vegane Margarine

Puderzucker zum Bestäuben


Zubereitung

Zunächst die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die Teebeutel aufreißen und den Tee untermischen. Mit einer Messerspitze die Pflanzenmargarine nach und nach hineinflocken und die Zutaten mit dem Knethaken des Mixers / der Küchenmaschine oder den Händen zu einem glatten Teil verarbeiten. Dieser wird nun in Frischhaltefolie gewickelt und eine halbe Stunde in den Kühlschrank gelegt, damit er sich nachher besser ausrollen lässt.

Nun den Backofen auf 200° C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine saubere Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig darauf einen guten halben Zentimeter dick ausrollen. Falls dies zu mühsam ist, hilft es, etwas Frischhaltefolie zwischen den Teigroller und den Teig zu legen, damit dieser nicht am Werkzeug festklebt.

Schließlich mit einem Ausstecher nach Wahl die Plätzchen formen und vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Etwa 10 Minuten backen, dann das Blech aus dem Ofen nehmen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und mit Tee und Mandarinen genießen.

Bon Appétit!



P.S.: Das Originalrezept habe ich auf brigitte.de gefunden.

Veganer Kürbisflammkuchen mit Lauchzwiebeln

Bevor ich mich hier auf Mangerella bald den veganen Festtagsgerichten und Plätzchenrezepten widme, gibt es heute noch ein letztes richtig herbstliches Gericht: Flammkuchen mit Kürbis und Lauchzwiebeln. Das geht recht schnell und ist richtig lecker. Probiert es aus!


Zutaten (für 2 Flammkuchen)

Für den Teig:

200 g Dinkelmehl Typ 630
110 ml Wasser
1 EL Olivenöl
1/4 TL Salz

Belag:

1/2 kleiner Hokkaidokürbis
2 - 3 Stangen Lauchzwiebeln
ca. 4 EL veganer Sauerrahm
Salz & Pfeffer


Zubereitung

Aus Dinkelmehl, Wasser, Olivenöl und Salz einen Teig kneten. Dieser sollte so weich sein, dass er so eben nicht mehr an den Händen kleben bleibt.

Den Kürbis entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Die Lauchzwiebeln in dünne Ringe schneiden.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Rost legen. Mit veganem Sauerrahm bestreichen und mit Kürbis und Lauchzwiebeln belegen. Salzen und pfeffern.

Bei 200°C Ober- und Unterhitze im Ofen ca. 15 Minuten lang knusprig backen.

Bon Appétit!

Zucchini-Schiffchen mit Kartoffel-Haube auf veganem Pilzrahm

Was haben wir diesen Herbst schon oft mit Kürbis zelebriert, da kamen doch glatt die Pilze zu kurz. In der heutigen Kombination treffen frische Champignons auf herzhafte Zucchinischiffchen, die im Ofen mit Kartoffelpüree überbacken werden. Für die "Rahmsauce" nutzen wir Mandelmus, das verdünnt mit Wasser und ergänzt durch ein paar Hefeflocken eine crémig-saucige Konsistenz erhält.

Macht es euch an diesem "letzten" Herbstwochenende noch einmal richtig gemütlich und genießt die Jahreszeit, bevor nächste Woche schon der erste Advent ansteht!


Zutaten

1-2 Zucchini
ca. 4 mittelgroße Kartoffeln
2 Handvoll frische Champignons
etwas Olivenöl
1-2 TL Thymian
Salz & Pfeffer

2 EL Mandelmus
etwas Wasser
ca. 1 TL Hefeflocken
Salz & Pfeffer



Zubereitung

Zunächst die Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser ca. 10-15 Minuten lang weich kochen.

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze aufheizen.

Die Zucchini längst halbieren und mit einem Teelöffel aushöhlen. Etwa 1/2 cm Rand lassen, damit die Schiffchen stabil bleiben. Das Fruchtfleisch fein würfeln. Die Hälften für ca. 10 Minuten im Ofen vorgaren lassen.

Die Pilze putzen. Eine Handvoll davon fein hacken und gemeinsam mit den Zucchiniwürfeln in etwas Olivenöl ca. 10 Minuten lang anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen.

Die Kartoffeln abgießen (das Wasser auffangen!) und mit einem Kartoffelstampfer zu Püree verarbeiten. Dazu immer wieder etwas des Kartoffelwasser dazu geben, bis ihr eine für euch angenehme Konsistenz erreicht. Zu dünn sollte es allerdings nicht werden, sonst eignet sich das Püree nicht mehr zum Überbacken.

Die Zucchinihälften aus dem Ofen nehmen und mit der Champignon-Zucchini-Mischung füllen. Dann Kartoffelpüree darauf verteilen und mit einer Gabel festdrücken. Im Ofen etwa 20 Minuten backen, bis die Kartoffelkruste leicht goldgelb wird.

In der Zwischenzeit die andere Handvoll Champignons in feine Scheiben schneiden, in etwas Olivenöl scharf anbraten und auf einem Teller beiseite stellen. Das Mandelmus mit etwas Kartoffelwasser zu einer "sahnigen" Sauce verrühren. Mit Hefeflocken, Salz und Pfeffer abschmecken und in der Pilzpfanne kurz aufkochen lassen, bis sich die Hefeflocken aufgelöst haben. Kurz vor dem Servieren die Pilze unterheben.

Die Zucchinischiffchen auf dem veganen Pilzrahm anrichten, nach Belieben mit schwarzem Pfeffer bestreuen und sofort genießen.

Bon Appétit!