Graupenrisotto mit Feigen und persischen Gartenkräutern

Am Wochenende haben wir den Eltern meines Freundes und deren Gemüsegarten eines Besuch abgestattet. Neben einer Menge Zucchini (ihr dürft euch auf viele Rezepte freuen!), haben wir im Kräutergarten zugeschlagen. Dort wachsen vor allem persische Kräuter, wie eine Schnittlauchart und viele andere, deren Namen ich leider auf Deutsch nichtmal kenne. Aus diesen Kräutern, leckeren Feigen und Perlgraupen zauberten wir gestern ein tolles veganes Risotto.


Zutaten

125 g Perlgraupen
ca. 500 ml Gemüsebrühe
1 EL Hefeflocken
2 EL Sojasahne
Salz & Pfeffer

3 Handvoll frische gemischte Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Koriander, …) oder gefrorene sabzi  aus dem iranischen Laden
2 Feigen



Zubereitung

Die Graupen abspülen und in der Gemüsebrühe zu einem Risotto kochen. Dazu erst etwa 250 ml Gemüsebrühe mit den Graupen aufkochen und dann langsam weiter köcheln lassen. Etwas salzen. Immer wieder etwas Brühe dazu geben und viel rühren. Nach 30 Minuten sind die Graupen gar und die Brühe sollte verkocht sein.

In der Zwischenzeit die Kräuter fein hacken und die Feigen klein schneiden.

Etwa 5 Minuten vor Ende der Kochzeit der Graupen die Kräuter und die Hefeflocken unterrühren. Am Ende die Sojasahne unterheben, so dass eine noch crémigere Konsistenz entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Feigen garniert servieren.

Bon Appétit!

Vegan Travelling: Australiens Ostküste - Teil 1 Cairns und Kuranda

Die letzten 4 Wochen habe ich am anderen Ende der Welt verbracht. Gemeinsam mit meinem Freund und einem weiteren Freund reiste ich die Ostküste Australiens entlang von Cairns bis nach Sydney. An meinen Erinnerungen daran möchte ich euch gerne teilhaben lassen. Auch wenn Mangerella eigentlich ein Kochblog ist, gibt es deshalb in der nächsten Zeit immer mal wieder kurze Reiseberichte. Damit es nicht ganz themenfremd wird, steht dabei das vegane Essen im Mittelpunkt. Als VeganerIn ist es ja nicht immer leicht, auf Reisen oder generell an fremden Orten etwas Essbares zu finden. Falls Ihr also selbst mal in Australien unterwegs seid, sind meine Tipps euch ja vielleicht eine Hilfe.

Machans Beach in der Nähe von Cairns
Da wir die meiste Zeit mit dem Camper unterwegs waren, konnten wir zum Glück oft selbst kochen. Zu gerne hätte ich euch auch daran teilhaben lassen und die vielen leckeren Camping-Gerichte fotografiert. Leider machte der australische Winter da nicht mit. Um 18 Uhr war es finstere Nacht. Im Licht der Stirnlampe waren unsere Kochkünste dann weniger fotogen.

Doch natürlich kochten wir nicht immer nur selbst. Auf unserer Reise fanden wir so viele tolle vegane und vegetarische Cafés, Bistros und Restaurants, dass es zu schade wäre, diesen keine Beachtung zu schenken. Die Besten möchte ich euch gerne zeigen. Vielleicht kommt ihr selber einmal in den Genuss, den einen oder anderen Platz zu besuchen.

Rainforest Walk im Botanischen Garten in Cairns 
Wir starteten unsere Reise Anfang August in Cairns, im Norden Australiens. Cairns wird auch das Tor zum Great Barrier Reef genannt. Umgeben ist die Stadt von tropischem Regenwald. In der Nähe gibt es auch tolle Strände. Diese laden zum Spaziergang ein - das Baden ist jedoch aufgrund der Krokodile und giftigen Quallen nicht zu empfehlen. (Auch wenn unsere Vermieterin in Machans Beach uns versicherte, dass die Krokodile aufgrund der Strömung sicher einen weiten Bogen um den Strand machen. Ähm ja.)


Schorcheln am Great Barrier Reef
In Cairns waren wir recht häufig auswärts essen. Bei HappyCow fand ich im Vorfeld bereits einige vegane Adressen. Leider hatten die meisten davon nur Mittags geöffnet. Da wir erstmal unser Jetlag ausschliefen und entsprechend spät frühstückten und an den Folgetagen Ausflüge ins Umland oder zum Reef machten, kam ich leider nicht dazu, diese zu besuchen. Statt dessen probierten wir u.a. zwei indische Restaurants aus, die mir meine Wunschgerichte gerne und ohne Komplikationen vegan zubereiteten. Außerdem gab es Pizza ohne Käse und veganes Sushi.

Daintree Rainforest
Wenn man schon mal in Cairns ist, sollte man auf jeden Fall einen Abstecher nach Kuranda machen - einem kleinen Ort mitten im Regenwald. Hier gibt zwei Märkte: Einen für mich weniger interessanten, sehr auf Touristen ausgelegten und einen tollen Hippiemarkt mit vielen tollen Ständen, die z.B. Schmuck, Kunst, Instrumente und natürlich Essbares anbieten. Auf diesem Hippiemarkt fand ich gleich zwei vegane Stände. Das Sweet Leaf Café und Jungle Juice. Letzter hatte unter anderem leckere kleine Rohkost-Küchlein im Angebot. Ich probierte einen Karamell-Fudge und wurde nicht enttäuscht. Außerdem nahm ich einen Chia-Pudding mit Vanille- und Mango-Geschmack mit. Leider habe ich keine Fotos vom Essen. Wie konnte das nur passieren? ;)

Hippiemarkt in Kuranda mit zwei veganen Ständen
Frische Kokosnüsse bei Jungle Juice auf dem Hippiemarkt in Kuranda
Nach Cairns ging unsere Reise dann noch ein Stück weiter Richtung Norden, zum Cape Tribulation. Dort findet man hauptsächlich wunderschöne, unberührte Natur. Weniger allerdings Restaurants und Co. Deshalb führt uns mein Reisebericht im nächsten Post weiter südlich, bis an die Gold Coast.

Regenwald bis in den Ozean am Cape Trib
Dieser Campingplatz hatte zwar keinen Platz mehr für uns, dafür aber ein schönes Schild ;)

Macaroni mit crémiger Paprikasauce

Nudeln gehen immer. Für dieses Macaroni-Rezept muss die Paprika zwar erstmal eine halbe Stunde im Ofen rösten, aber danach geht die Zubereitung aber wirklich schnell, bzw. kann man es gut nebenbei kochen. Und man erhält ein leckeres Röstaroma. Natürlich eignen sich auch andere Pastasorten zu der Sauce, meisten bevorzuge ich Dinkelvarianten.


Zutaten

1 rote Paprika

180 ml Sojamilch
1 kleine rote Zwiebel
1 TL Hefeflocken
1/4 TL Chiliflocken
Salz & Pfeffer

200 g Macaroni (Rohgewicht)
Salz

Frisches Basilikum


Zubereitung

Die rote Paprika abwaschen und dann im Ofen bei 250°C 30 Minuten rösten. Die Haut wird dabei recht schwarz, was aber nicht schlimm ist, da wir diese gleich abziehen.

… Paprika aus dem Ofen nehmen, das Kerngehäuse und die Haut entfernen. Das sollte jetzt ganz einfach gehen. Den Rest in kleinere Stücke schneiden und gemeinsam mit der geschälten Zwiebel, den Hefeflocken, der Sojamilch und den Chiliflocken pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Die Sauce in eine Pfanne geben und 10-15 Minuten köcheln lassen, bis sie eine crémige Konsistenz erhält. Immer mal wieder umrühren. Ggf. nachwürzen. 

In der Zwischenzeit die Macaroni in Salzwasser nach Packungsanweisung gar kochen. Abgießen und beiseite stellen. Kurz vor Ende der Kochzeit der Sauce die Nudeln dazu geben und 1-2 Minuten darin wenden, bis sich beides gut verbindet. 

Mit frischem Basilikum garniert servieren. 

Bon Appétit!


Nachgekocht: Burani Bonjon / Auberginen mit Yoghurt

Weiter geht es mit einem weiteren Gericht aus der Kategorie Nachgekocht. Dieses Mal möchte ich euch eins meiner liebsten Kochbücher vorstellen: Veggiestan von Sally Butcher.* Die Rezepte sind zwar nicht alle vegan, aber vegetarisch und vegane Substitute sind ja in der Regel schnell gefunden. In diesem Fall habe ich z.B. einfach Sojayogurt anstatt Vollmilchyoghurt verwendet. Burana Bonjon oder auch Aubergine mit Yoghurt zählt schon seit einiger Zeit zu meinen Lieblingsgerichten. Durch das Schichten verbindet sich die würzige Auberginen-Tomaten-Mischung mit dem Kräuteryoghurt, wodurch ein herrlich lauwarmes Essen - perfekt für Sommerabende - entsteht.

Veggiestan hat sich dem "Zauber der orientalischen Gemüseküche" verschrieben. Auf knapp 300 Seiten finden sich jede Menge köstlicher Inspirationen, die uns kulinarisch in den Iran und dessen Nachbarländer entführen. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Gemüse: Von der Aubergine über die Kichererbse bis zur exotischen Kürbissorte. Begleitet natürlich von aromatischen Kräuter und Gewürzen. Reinschauen lohnt sich!

*Die deutschsprachige Version des Kochbuchs Veggiestan von Sally Butcher ist erschienen im Christian Verlag, München, 2012. 



Zutaten (leicht abgeändert vom Originalrezept) 

2 kleinere Auberginen
Salz
etwas Rapsöl zum Anbraten
1 kleine Zwiebel
1 TL Chiliflocken
1 TL Kurkuma
400 ml stückige Tomaten aus der Dose
ca. 200 ml Wasser (s. Zubereitung)
1 Handvoll frischer Koriander

250 ml Sojayoghurt
1 EL Zitronensaft
1 Handvoll frische Minze
Salz & Pfeffer


Zubereitung (leicht abgeändert vom Originalrezept) 

Die Aubergine in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und ordentlich salzen. Mindestens eine halbe Stunde stehen lassen, damit die Bitterstoffe entzogen werden. Danach mit einem Küchenpapier abtupfen.

Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Auberginen und die gehackte Zwiebel darin goldgelb anbraten.  Das dauert gut 10 Minuten. Mit Chiliflocken und Kurkuma würzen. Die gestückelten Tomaten dazu geben und gut umrühren. Jetzt soviel Wasser aufschütten, dass das Gemüse damit gerade bedeckt ist. Für 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Aufpassen, dass das Wasser nicht zu schnell verkocht! Den Koriander fein hacken und gegen Ende unterrühren. Etwas zur Dekoration beiseite stellen. Ggf. mit Salz abschmecken.

Inzwischen den Sojayoghurt mit Zitronensaft und gehackter Minze verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Zum Schluss das Auberginengemüse und den Yoghurt schichtweise auf einem Teller anrichten, mit Koriander bestreuen und servieren. Das Gericht schmeckt lauwarm und kalt.

Vegane Pizza mit Blaubeeren und "Cashew-Käse"

Oh du liebe Pizza, was würde ich nur ohne dich tun? Ich gebe zu, ich könnte beinahe täglich eine essen. Langeweile und Monotonie sind da fehl am Platz. Heute zeige ich euch ein Rezept für eine ganz unkonventionelle, vegane Sommerpizza. Nämlich mit Blaubeeren als Belag und Cashew-Créme statt Käse. Für das herzhafte Aroma sorgen Oregano und Basilikum in getrockneter Form. Ich könnte schon wieder!


Zutaten für 2 Pizzen

Für den Teig:

250 g Mehl (am besten Typ 00)
1 TL Salz
ca. 1/4 Päckchen frische Hefe 
1 TL Rohrzucker
2 EL Olivenöl
150 ml lauwarmes Wasser

Für den "Cashew-Käse":

1 gute Handvoll Cashew-Kerne
etwas Wasser
2 EL Hefeflocken
1 TL Gemüsebrühepulver
Salz

2 Handvoll frische Blaubeeren
je 2 TL Oregano und Basilikum getrocknet
etwas Olivenöl


Zubereitung

Vorsicht: Die Cashews müssen 2 Stunden einweichen und der Teig 1 Stunde gehen!

Für den Teig Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen und 2-3 Minuten stehen lassen. Olivenöl dazu geben. Das Mehl mit dem Salz vermischen. Dann die flüssige Mischung in eine große Schale geben und die trockene nach und nach hinzufügen. Einen festen Teig kneten, der sich nicht mehr wässerig anfühlt. Diesen mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.

Für die "käsige" Cashew-Sauce die Cashew-Kerne zunächst 2 Stunden in reichlich Wasser einweichen. Dann abgießen und in ein schmales, hohes Rührgefäß geben. Etwas Wasser hinzu geben, bis die Oberfläche der Cashews so eben bedeckt ist. Gemeinsam mit den Hefeflocken und Gemüsebrühepulver pürieren, bis eine crémige Masse entsteht. Evtl. noch etwas Wasser dazu geben. Mit Salz abschmecken.

Den Teig in zwei Hälften teilen und jede rund ausrollen. Den Boden zunächst mit einer dünnen Schicht Cashew-Créme bedecken und etwa 15 Minuten im Ofen bei 225°C backen. Danach sollte der Teig schon recht knusprig sein. Diesen dann noch mit den gewaschenen Blaubeeren und einigen Klecksen Cashew-Créme bedecken und mit den Kräutern bestreuen. Weitere 3-5 Minuten backen, bis ihr eine knusprige Pizza habt. Zum Schluss noch mit etwas Olivenöl beträufeln. Genießt euren Sommerabend! 

Bon Appétit!